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Enduro Suzuki DR 650 Seite

Veranstaltungen

Training Team Dachs

(von: Dirk M - andimue@t-online.de)

Nachdem ich 2000 im „hohen Norden“ beim Endurotraining von DvZ war, fiel 2001 die Wahl auf das Team Dachs aus Zschopau im Erzgebirge. Die Homepage www.enduro-schule-zschopau.de und die Werbung in verschiedenen Zeitschriften hatten mich neugierig gemacht und auf meine Anfrage per Email bekam ich schnell und ausführlich Antwort. Was lag also näher, als in die Hochburg des deutschen Endurosports zu fahren.

Bevor’s ans Eingemachte geht ein paar trockene Fakten: Das Training fand im Sommer von Freitagvormittag bis Sonntagmittag statt. Im Lehrgangspreis von 420,- DM waren das Training, zwei Übernachtungen im Hotel „Trakehnerhof“ in Großwaltersdorf mit Frühstück und Abendbrot (außer Getränke), die Getränkeversorgung an der Strecke und die abendliche Videoauswertung enthalten. Zusätzlich muss man je nach Durst noch mal ca. 30 DM für Mittag und sonstige Getränke einplanen. Die komplette Verpflegung erfolgt im Hotel, da macht es auch nichts, das die Versorgungslage in Großwaltersdorf etwas eingeschränkt ist.

Auf Grund des zeitigen Beginns am Freitag und da ich die über 400 km anreisen musste, hatte ich eine zusätzliche Übernachtung von Donnerstag zu Freitag gebucht.

Anreise

Das Kennenlernen der Teilnehmer beginnt beim Frühstück. Wir sind ein bunt gemischter Haufen. Das Altersspektrum reicht vom jungen Nachwuchscrosser bis zum älteren Endurowiedereinsteiger. Dementsprechend vielfältig auch die Motorräder – von Crossern a la KX 80 über Zweitaktenduros vom Schlage Husky WR 125 und Gas Gas 250 bis zum Sportviertakter WR 400 und Husky 410 reicht die Palette. Die gemäßigtere Fraktion bilden 3 KTM LC 4, 2 Yamaha TT 600 und meine DR. Wir kommen aus allen Teilen Deutschlandes und ein Mädel ist mit von der Partie.

Die Ruhe vor dem Sturm

Am zweiten Tag gesellen sich noch ein paar einheimische Kids dazu, denen der Benzinvirus tief im Blut steckt und die scheinbar völlig schmerzfrei fahren.

Meine DR SE habe ich für das Training nicht besonders vorbereitet – Alulenker, Handschützer und Motorschutz sind schon dran, nur die planmäßige 30 Tkm Durchsicht und einen neuen Reifen vorne habe ich ihr gegönnt. Als unnötigen Ballast habe ich vor dem Training die Soziusfußrasten und den Spiegel abgeschraubt. Hinten fahre ich einen Mitas E09, der sah auch nach dem Training und der Rückfahrt nach 5 Tkm noch ganz brauchbar aus. Vorne bin ich einen Conti TKC 80 gefahren – leider war der Mitas für vorne nicht kurzfristig vor dem Training lieferbar. Beide Reifen haben sich in Zschopau bewährt – allerdings waren die Strecken trocken.

Die Reifen nach der Rückfahrt vom Training – vorne Conti TKC 80 (1 Tkm), hinten Mitas E 09 (5 Tkm)

Zum eigenen Schutz habe ich zusätzlich einen Acerbis Crosspanzer und ein paar Ellenbogenschützer mit. Die vorsorglich eingepackte Regenjacke brauchte ich glücklicherweise erst bei der Rückfahrt.

Aber jetzt zum wichtigsten – dem Training selbst. Nach dem Frühstück tragen wir uns in die Teilnehmerliste ein, bekommen einen Startnummernaufkleber mit unserem Namen (damit wir auch auf dem Mopped mit Helm zu erkennen sind) und ein Team Dachs T – Shirt als nettes Souvenir. Für die nächsten drei Tage ist Jens Scheffler unser Instruktor, vielfacher Enduromeister und ehemaliger MZ – Werksfahrer. An seiner Seite kümmern sich Jürgen Kroll und „Schrauber-Klaus“ mit seinem Servicemobil um uns.

Jens Scheffler – unser Instruktor, rechts im Hintergrund Jürgen Kroll ((c) Schrauberklaus)

Nach ein paar einführenden Worten am Hotel fahren wir im Pulk über eine kleine Nebenstraße zum ersten Übungsplatz. Ziel ist ein ebener, auf den ersten Blick völlig unspektakulärer Parcours auf einer Wiese.

Erwärmen der „Gashand“ ((c) Schrauberklaus)

Nach einer kurzen Erwärmung dürfen wir einige freie Runden um den Kurs drehen, mit engen und weiten Kurven und einigen Anliegern ist die Wiese gar nicht so langweilig, wie sie aussieht.

Jetzt geht es richtig los! In dem Training wird und Jens Stück für Stück die Grundelemente des Endurofahrens beibringen und hat sich dazu einige Übungen ausgedacht:

Lektion 1 - Fahren im Stehen

Auch wenn es simpel klingt, selbst das richtige Fahren im Stehen will gelernt sein. Im allgemeinen fährt man off Road im Stehen. Für das kraftschonende und sichere Fahren im Gelände kommt es auf die richtige Haltung und Gewichtsverlagerung an. Jens zeigt uns, wie man es macht: locker auf den Rasten stehen, Knie leicht federnd, Gewicht nach vorne (so dass man sich beim Gasgeben nicht krampfhaft am Lenker festhalten muss) bzw. beim Bremsen entsprechend nach hinten.

Trockentraining

Auf einem kleinen Stück der Strecke probiert Einer nach dem Anderen das gezeigte aus. Jens gibt uns individuell Tipps, was wir noch besser machen können.

Fahren im Stehe lernt man nicht nur während der Fahrt

Durch ein paar neckische Übungen, wie z.B. einhändiges Beschleunigen und Abbremsen, merken wir worauf es ankommt.

Einhändiges Fahren im Stehen mit Gas und Bremse ((c) Schrauberklaus)

Zur Auflockerung drehen wir dann ein paar freie Runde um den Kurs und probieren das Gelernte aus.

Lektion 2 - Bremsen

Ein Geheimnis der sicheren und zügigen Fahrt im Gelände liegt im effektiven Abbremsen. Wer kennt sie nicht, die Angst vorm wegrutschenden Vorderrad auf losem Untergrund? Die Meisten von uns Bremsen anfangs fast nur hinten und dementsprechend zeitig wird vor der Kurve „der Anker geworfen“.

Jens zeigt uns, was mit der richtigen Fahrtechnik alles machbar ist. Mit Speed auf die Kurve zu und vorne und hinten in die Eisen, so dass das Hinterrad fast abhebt, ist selbst auf losem Untergrund machbar.

So macht es der Profi((c) Schrauberklaus)

Auch hier ist das A und O der richtige Bewegungsablauf. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Vorderradbremse. So lange es geradeaus geht und das Mopped nicht in Schräglage ist kann man vorne kurz vor der Rutschgrenze erstaunliche Bremsleistungen erreichen. Das Vorderrad blockiert selbst auf losem Untergrund erst sehr spät, trotzdem sollte man immer darauf gefasst sein die Bremse kurz zu lösen. Hinten bremst man nur leicht mit, gerade so, dass das Rad nicht blockiert. Damit das Fahrzeug beim Bremsen die Spur gut hält, muss man im Stehen das Gewicht weit nach hinten verlagern („Arsch nach hinten“).

Kurze Zeit später

Nach der theoretischen Einführung üben wir möglichst oft das Abbremsen. Dadurch das wir nacheinander fahren, kann man sich auch von den anderen Teilnehmern einiges abgucken.

Zum Mittag geht es zurück ins Hotel zu einem reichhaltigen Mittag. Nach der anderhalbstündigen Pause fahren wir gemeinsam wieder auf die Wiese und üben die Grundelemente weiter.

Lektion 3 - Kurvenfahren

Da wir jetzt schon im Stehen fahren können und auch das Bremsen einigermaßen beherrschen, können wir uns an das gezielte Kurvenfahren „wagen“. Jens zerlegt zum Erklären die Fahrt durch eine Kurve in mehrere Schritte. Man kommt im Stehen an die Kurve herangefahren, bremst ab, setzt sich weit nach vorne, winkelt das Motorrad ab, fährt durch die Kurve und beschleunigt im Stehen aus der Kurve heraus. Nach einigen Versuchen klappt es immer besser und wir werden sicherer und schneller. Natürlich bilden die einzelnen Elemente der Kurvenfahrt eine Einheit, aber zum Üben ist es einfacher, sich jede einzelne Handlungsweise vor Augen zu halten.

Zerlegung der Kurve in einzelne Teilabschnitte

Insgesamt sieht das in etwa so aus:

Anbremsen

Nach vorne Setzen und Abwinkeln

Durch die Kurve und ab ((c) Schrauberklaus)

So vergeht ein Teil des Nachmittags mit dem gezielten Üben und freien Runden auf dem gesamten Kurs.

Lektion 4 – Spurrille

Am Rande der Wiese befindet sich eine steinige Spurrinne. Während einige am Anfang noch unsicher durcheiern, stellt die Rinne am Abend keine Hürde mehr dar. Im Stehen fahrend, mit Zug am Hinterrad und leicht geführtem Lenker sucht sich das Vorderrad seinen Weg. Auch hier liegt das Geheimnis im gewusst wie.

Gegen 18:00 ist der erste Trainingstag vorbei und es geht zurück zum Hotel. Wer Bedarf hat, kann in einen Nachbarort zum Tanken fahren.

Beim gemeinsamen Abendbrot im Hotel können wir unsere Fahrkünste bewundern. Schrauberklaus hat uns während des Tages gefilmt und man kann gut sehen, was richtig oder falsch war. Dazu gibt es noch ein paar gute Tipps und in gemütlicher Runde klingt der Abend aus.

Der Mann im Hintergrund - Schrauberklaus

Der nächste Morgen beginnt 7:30 mit freiwilligem Frühsport auf der Hotelterrasse. In 30 Minuten lernen wir, welche Muskeln uns schon wehtun und was man alles dehnen kann. Aber danach geht’s besser und das Frühstück tut sein übriges dazu. Frohen Mutes fahren wir über Nebenstraßen und Feldwege zu einem ca. 10 km entfernten Steinbruch. Hier ist eine Crosspiste mit engen Kurven, einigen Kanten und Hügeln und zwei Waschbrettern abgesteckt.

An der Crosspiste im Steinbruch, ganz im Hintergrund die Augustusburg

Zuerst dürfen wir zum Warmwerden ein paar freie Runden drehen. Die Strecke ist recht eng, trotz der etwas kürzeren Übersetzung komme ich über den zweiten Gang kaum hinaus.

Lektion 5 – Waschbrett und (fast) eine Trialsektion

Zwar kommt es im Waschbrett nicht auf ein sauberes Mopped an und man wird in der Regel nicht so durchgeschüttelt wie in der Wäschetrommel, aber ein wenig Fahrzeugbeherrschung ist doch gefragt.

Damit man im Waschbrett (kurze aufeinanderfolgende Hügel, im Motocross oft zu sehen) auf dem Mopped bleibt und auch geradeaus fährt, kommt es mal wieder, wer hätte das gedacht, auf die richtige Haltung an. Da wir alle langsam sind, fahren wir jeden einzelnen Hügel des Waschbrettes aus. Logischerweise fährt man im Stehen. Durch gezielte Gewichtsverlagerung nach vorne und hinten gleicht man den Bewegungsverlauf des Fahrzeugs unter sich aus und kann so relativ ruhig und spurstabil durch das Waschbrett fahren.

Ausfahrt aus dem Waschbrett

Und wieder heißt es üben, üben, üben – erst unter „Aufsicht“ und dann als freies Fahren.

Nachdem das einigermaßen klappt, geht es in einen anderen Teil des Steinbruchs. Hier ist eine trialartige Strecke mit einigen kurzen Auf- und Abfahrten, vielen Steinen und einer langen Rinne abgesteckt.

Rauf und Runter und durch die hohle Gasse

Die Strecke fahren wir ein paar mal zum Kennen lernen ab und üben danach noch einmal das gezielte Bremsen – diesmal auf Kies. Unser Weg Mittags zurück zum Hotel führt über die vierte Übungsstrecke – eine Sektion durch ein kleines Waldstück und an einem Feld entlang.

Lektion 6 – Enge Kurve mit Anlieger

Was um Himmelswillen ist ein Anlieger? Die Leute, die an dem weißen runden Schild mit rotem Rand vorbei in die so verlockenden Wald- und Feldwege fahren dürfen? Nee – ein Anlieger ist im Gelände eine an der Aussenkante überhöhte Kurve. Das kann eine Spurrille sein oder auch ein künstlicher Erdwall. Im Endeffekt sind Anlieger eine ungemein praktische Sache, da man wie beim Hallenradrennen gestützt durch die Wirkung der Kante schneller durch die Kurve fahren kann. Anlieger bilden sich in im Gelände häufig in Kurven, es müssen sich nur genügend Reifen einfräsen. Der Ablauf der Fahrt durch eine Kurve mit Anlieger ist fast wie bei einer normalen Kurve, also: im Stehen ranfahren, Anbremsen, Hinsetzen, Abwinkeln, rum um die Kurve, aufstehen zum rausbeschleunigen. Der Vorteil ist, das man sich bei der Fahrt um die Kurve satt in die Steilwand (und sei sie nur 2 cm hoch) reinlegen kann und damit viel stabiler und schneller fahren kann.

Die Rille als Anlieger ist schon da – aber so ist das noch viel zu langsam

Man sollte nur aufpassen, dass man nicht zu langsam ist - dann kippt man nach innen um - oder dass man zu schnell ist - dann geht es im hohen Bogen über den Rand des Anliegers in die Pampa.

Lektion 7 – Sprung über eine Kante

Wer kennt sie nicht – die Superjumps aus dem Fernsehen. Das haben wir.....nicht geübt. Jeder fängt mal klein an und beim Enduro wird im allgemeinen nicht so weit und spektakulär gesprungen. Unsere ersten Flugversuche gehen über eine kleine Kante. Im Stehen fährt man an die Kante heran, gibt kurz vorm Absprung gezielt leicht Gas und zieht den Lenker leicht zu sich. Durch Gewichtsverlagerung sollte man versuchen so zu landen, dass das Hinterrad einen kurzen Augenblick vor dem Vorderrad landet. Das geht gut und macht richtig Spaß.

So senkt man die Sitzhöhe richtig!

Doch scheinbar ist die DR fürs Springen etwas zu dick - aber so gefährlich wie es fürs Mopped auch aussieht, das gute Stück übersteht so etwas klaglos.

Lektion 8 – Fahren am Schräghang

Im anderen Bereich des Steinbruchs üben wir an Kiesbergen das Fahren am Schräghang. Durch gezielte Gewichtsverlagerung auf die hangabgewandte Fußraste krallen sich die Reifen in den Boden und man kann problemlos quer am Hang fahren.

Fahren am Schräghang

Lektion 9 - Steilabfahrt

An einem anderen Hang üben wir eine kurze Steilabfahrt und das Anhalten am Berg. Durch den gezielten Einsatz beider Bremsen und Gewichtsverlagerung nach hinten geht das problemlos und die Gefahr eines Überschlags nach vorn ist gebannt.

Kurze Abfahrt

Lektion 10 – Anfahren am Berg und Steilauffahrt

Nachdem wir gut den Berg runterkomme müssen wir auch wieder hoch. Insgesamt sind die Auffahrten eher niedrig, so dass man problemlos mit Schwung hinaufdüsen kann. Unsere Aufgabe ist es an so einem Hang anzufahren. Mit Gefühl muss man so Gas geben, dass man nicht nach hinten umkippt, und sich nicht einbuddelt.

Auffahrt

Lektion 11 – Weite Kurven mit Anlieger

Nachdem wir auf dem engen Kurs im Steinbruch die engen Kurven mit Anlieger geübt haben, zeigt und Jens auf dem Wiesenkurs das Anliegerfahren in weiten Kurven. Da kann man blass vor Neid werden, wenn man sieht, mit welcher Geschwindigkeit er über die Strecke bolzt. Aber auch bei uns hat das Üben seine Wirkung gezeigt und bedeutend sicherer und schneller als noch vor zwei Tagen düsen wir um den Kurs. Mittlerweile gehen wir Spurrillen nicht mehr aus dem Weg, sondern suchen sie in jeder Kurve als Anlieger.

Lektion 12 – Bunter Mix

Auf dem Rückweg drehen wir noch ein paar Runden in der Waldsektion und „quälen“ uns teilweise in Trialmanier um große Steine und durch enge Büsche und Bäume.

Gegen 18:00 Uhr sind wir wieder zurück am Hotel und wieder besteht die Möglichkeit in den Nachbarort zum Tanken zu fahren.

Bei der abendlichen Videoauswertung können wir unseren Fortschritte in der Fahrtechnik sehen, aber auch unsere Schwächen. Bei leckerem Gegrillten und Benzingesprächen klingt der Abend aus.

Am letzten Tag geht es nach Frühsport und Frühstück wieder auf die Wiese um weiter das Fahren in weiten Anliegern zu üben. In den freien Runden werden jetzt immer mehr kleine „Fights“ ausgefahren und so das Erlernte weiter gefestigt. Da das Teilnehmerfeld relativ homogen ist, kommt jeder auf seine Kosten.

Auf unseren Wusch üben wir noch kurz ein wenig das Vorderrad anzulupfen – aber ein richtiges Wheelietraining soll das nicht sein.

Zum Abschluss geht es noch einmal in die Waldsektion. Wieder geht es eng durch den Wald und mit richtig Gas über das freie Feld. In den engen steinigen Abschnitten machen sich die geschlossenen Handprotektoren und der Motorschutz echt bezahlt – unendlich Bodenfreiheit hat die DR wirklich nicht und nicht jeder Baum geht freiwillig zur Seite.

Zum letzten mal finden wir uns zum Mittag im Hotel ein. Jeder erhält eine Teilnehmerurkunde und dann herrscht Aufbruchstimmung. Zwischenzeitlich hat es angefangen zu regnen und nach dem satteln meine DR pelle ich mich in die Regensachen und mache mich auf den Rückweg nach Hause.

Fazit

Die Teilnahme am Endurolehrgang vom Team Dachs hat sich gelohnt. Dank des reichen Erfahrungsschatz von Jens Scheffler haben wir gelernt, das zum sicheren, kraftschonenden und schnellerem Fahren in Gelände vor allem das Beherrschen der Grundelemente gehört. Dank der schrittweisen Steigerung der Anforderungen wird man nicht überfordert, muss sich aber auch nicht langweilen. Stück für Stück kommt man besser im Gelände zurecht und erhält viele gute Tipps zum Üben zu Hause. Mit ein bisschen Vorbereitung und ordentlichen Reifen kann man auch mit der DR viel Spaß im Gelände haben. Hier haben sich schon ganz andere Kaliber vom Schlage African Twin ausgetobt. In nur 3 Tagen kann man mehr lernen, als in einem ganzen Jahr!

Im direkten Vergleich mit dem Training bei Dirk von Zitzewitz konnte man beim Team Dachs mehr und in unterschiedlicherem Gelände fahren. Allerdings fehlten die langen Steilauffahrten, die man eigentlich im Erzgebirge erwartet – was vielleicht auch ganz gut war....

Die Fahrtechniken hat Jens anschaulicher erklärt, dafür kamen technische Fragen, z.B. Einstellung der Federung und Bedienelemente, etwas kurz. Bei DvZ war die Atmosphäre lockerer, bei Jens merkte man mehr die zielstrebige, lehrgangsorientierte Vorgehensweise. Die 3 Tage haben viel Spaß bereitet und die Organisation war perfekt. Als krönenden Abschluss konnte man sich für 40 DM noch ein Video vom Lehrgang bestellen, welches Schrauber-Klaus perfekt zusammengeschnitten hat.

Falls ich damit anderen den Mund wässrig gemacht habe, probiert es selber mal aus. Wenn sich genügend Leute finden, könnte man sicher auch einen speziellen DR – Kurs organisieren – der African Twin Club hat das schon gemacht. Wie dem auch sei, auch 2002 werde ich wieder bei irgendeinem Training rumtreiben, denn so etwas ist jede Mark – äh Euro – wert.

Nützliche Links:

www.enduro-schule-zschopau.de: Offizielle Hompage des Team Dachs
www.schrauber-klaus.de: Infos zum Team Dachs und interessantes aus der Endurowelt
(Hiermit nochmals besten Dank an Klaus für die Videoausschnitte)

Das Letzte ;o)

  1. Ah – bis zum Ende gelesen – damit habt ihr die erste Hürde des Endurogedankens („Ausdauer“) bestanden.
  2. Der Bericht ersetzt natürlich nicht die Teilnahme an einem Training. Und wenn ihr etwas von dem laienhaft beschriebenen Nachmacht und auf die Nase fallt, seid ihr selber Schuld.
  3. Wenn einer einen guten Tipp hat – ich suche immer noch ’ne eigene Kiesgrube zum Fahren......


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