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9860G
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Zur DR650 wechseln?

#1 

Beitrag von 9860G »

 Themenstarter

Halo,
ich bin lange eine Honda NX650 gefahren, leider hat sie jetzt einen Unfallschaden. Ich stehe vor der Überlegung sie zu reparieren oder mir bei der Gelegenheit ein neues Spielzeug zu kaufen...Hatte da an eine SP46 gedacht.
Ist hier jemand schon beide Maschinen zum Vergleich gefahren? Wie hoch ist die DR? Ich bin 1,91 groß und die Honda war da wirklich grenzwertig. An der DR reizt mich auch die Ersatz/Zubehörteileversorgung. Wie sieht es mit der Haltbarkeit Honda vs. Suzuki aus? Ich fahre hauptsächlich eher kürzere Strecken, aber manchmal auch mehrwöchige Reisen.
Ich ahne zwar schon etwas voreingenommen Antworten zu bekommen, aber freue mich trotzdem über jede Meinung!
twostroke
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Re: Zur DR650 wechseln?

#2 

Beitrag von twostroke »

Hallo Namenloser.

Gefahren im Sinne von "Besessen und Benutzt" bin ich die Domi noch nicht, aber bei der Suche nach Enduros und dem damit verbundenen Probefahren hab ich schon 2 unterm Hintern gehabt. Nicht schlecht. Weder von der Leistung noch von der Ausstattung schenken sich DR und Domi viel. Das gilt auch für die Fahrwerksgeometrie, aber auch die Ergonomie. Gut, ich hatte keinen direkten Vergleich, aber gefühlt waren die (Japan-)Enduros (DR, XT, Domi, KLR,...) praktisch alle mehr oder weniger gleich bzw. nicht so stark unterschiedlich dass ichs gemerkt hätte.

Und da beginnt schon das "Problem", für Größen über 1,85 sind die Enduros imho nicht passend. Das geht im Sitzen ohne Probleme, aber sobald man stehend fahren will merkt man dass da entscheidende cm fehlen. Dem lässt sich mit Lenkererhöhungen begegnen. Ich selbst hatte beim Kreiswehrersatzamt auch mal 1,90m, mittlerweile zwar weniger aber ich merk das schon auch. Ich habe aber auf Lenkererhöhungen verzichtet weil ich nicht oft im stehen fahre.

Solltest du die BESTE [duckundweg :lol: ] aller DR's wollen bist du mit der SE gut beraten. Vorteile gegenüber den Alten Modellen: Keine Ausgleichswellenkette, Edelstahl-Endtopf*, gefühlt besseres Ori-Fahrwerk, gefühlt langlebigere Kupplung..... ->klassisches draufhocken und losgurken Moped.

Nachteile gegenüber den alten Modellen: Empfindliche Fussdichtung, Schlechtere Ersatzteilversorgung, Engine-Grenade, Original kein Drehzahlmesser, Edelstahl-Endtopf (*sowohl Vorteil als auch Nachteil: Fault nicht weg und braucht daher auch nicht ersetzt werden), unglaublich hohe Gebraucht-Preise (nicht ohne Grund), Getriebezahnrad 3ter Gang kriegt gern Karies (aber die alten Modelle vielleicht auch?),....

Wenn du einen Ersatz für die Domi suchst dann kuck dir ruhig auch mal die RS oder RSE an. Das sind die mit Verkleidung. Sind nicht uninteressant.

Was die Haltbarkeit angeht kann ich zu Honda nix sagen, die DR's erreichen aber bei entsprechender Pflege durchaus 100Tkm. Ich selbst habe auf ne SP44 gut 30Tkm lang gefahren bis zur 50.000 ohne große Probleme und nur verkauft weil die SE übern Weg gelaufen ist. Und die hat jetzt fast 60Tkm drauf, davon lief sie einige 1000er quer durch Asien von Deutschland nach Vladiwostok mit dem Vorbesitzer. Und jetzt bei mir halt im Alltagsbetrieb als "Pendlermoped". Und macht beides klaglos mit wenn man mal menschliches Versagen als Ausfallgrund aussen vor lässt.

Kuck dir Ulis Aufbaufred an, der hat bis kurz vor 100Tkm gewartet bis er den Motor zerlegt hat. Oder Cat, die eine ihrer SE's schon genullt hat. Beispiele für Zuverlässigkeit gibts bestimmt noch mehr.

Hoffe gehelft zu haben.

Gruss Dominik
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9860G
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Re: Zur DR650 wechseln?

#3 

Beitrag von 9860G »

 Themenstarter

Hallo Dominik, danke für deine Antwort!
Die Domi ist zum "Im-stehen-fahren" leider komplett ungeeignet bei meiner Größe. Ich muss dazu sagen, dass sie original ist. Aber wie du schon beschreibst, ich hänge so halb rüber weil meine Arme zu weit unten am Lenker sind. An sich fahre ich wenig im Stehen, aber auf meinen Reisen dann doch öfters..da bin ich auch mal in härterem Gelände unterwegs.

Die von dir genannten Probleme werde ich mir mal ansehen, es sollte schon eine SP46 werden. Meine Recherchen haben folgendes Bild erweckt (was ich jetzt ganz ohne persönliche Wertung wiedergeben möchte): Die Honda Motoren sind von der Qualität sehr gut, die Suzukis gehen eher mal kaputt? ISt das bloß ein Markenkult, oder ist das was dran?

Zum Thema Verkleidung: Ist der Unterschied zwischen Verkleidung und Enduro-nackig groß? Die Verkleidung der Domi ist nun auch nicht soo groß und hat keine Scheibe. Was mich an der DR im Vergleich zur Domi reizt: Ölkühler (!, das einzige Problem der Domi), simple Maschine, viel Zubehör, die "Kettenschnecke" gefällt mir, angenehme Ölbefüllung-/messung (nicht der lästige Rahmentank wie bei der Dominator).

So und nun verrate ich euch meinen Namen:
Gruß Stefan :)
franz muc
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Re: Zur DR650 wechseln?

#4 

Beitrag von franz muc »

die beste aller DR ist die DR 600,
zudem günstiger als die SE und
höher.

Gibt's als Dakar mit etwas Windschutz.
Sieh dir mal eine an und setzte dich
drauf.
DR 600 Dakar, nach 80 tkm verkauft
DR 650 SP 44 nach 10 tkm verkauft
DR 600 S nach 40 tkm verkauft
Husqvarna 701 LR bisher 12 tkm gefahren
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Re: Zur DR650 wechseln?

#5 

Beitrag von Gelöschter User »

Die hat auf jeden Fall den besseren Motorschutz :)
@Themanstarter: achte bei der SP46 aufs Baujahr. Ich glaube (!) das 97-99 wegen Engine Granate besser gemieden werden sollten. Mehr Derails findest du hier im Forum...
twostroke
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Re: Zur DR650 wechseln?

#6 

Beitrag von twostroke »

Also, Hallo Stefan.

Was meinst du mit Kettenschnecke?

Und Franz: Ich wusste dass wenn ich sowas schreibe gleich jemand kommt und seine eigene Einschätzung kundtut :lol:

Ich hab grade mal aus Spass die Domi und die DR 650 (ohne Eingrenzung des Modells) durchs mobile gejagt. Beide Marken fangen bei über 70Tkm an. Momentan hab ich kein Inserat gefunden über 100Tkm. Aber wer sein Moped so weit getrieben hat der stößt sie warscheinlich einfach nicht ab.

Ja, die Legende dass Honda-Motoren besonders langlebig sein sollen habe ich auch schon gehört. Und habe auch schon von einem Extrem-Beispiel gelesen (Bruno Just, VFR750). Ob was an der Legende dran ist? Keine Ahnung. Rein von den km-Zahlen auf dem Gebrauchtmarkt lässt sich darauf nicht schliessen. Und wie gesagt, es gibt hier im Forum ein paar die schon jenseits der 100.000km sind. Und jedes Motorrad geht irgendwann mal kaputt, man muss das halt ins Verhältnis setzen zu der Belastung durch Geländeeinsätze, Kaltstarts, Winterfahrten,.....

Zum Thema Verkleidung: Nachdem ich jetzt die RSE fahren darf und es ja von meiner SE gewöhnt bin voll im Wind zu sitzen, ja, der Unterschied ist spürbar. Der Druck auf den Oberkörper ist lange nicht so groß wie ganz ohne Verkleidung. Aber: Man gewöhnt sich an alles. Den Bauchmuskeln tuts gut wenn sie mal bisle gegen den Wind arbeiten können. Könnte ich mir vorstellen. Meine hab ich gut versteckt, da kann ichs nicht sehen :mrgreen:
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franz muc (27 Sep 2017 17:12)
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Re: Zur DR650 wechseln?

#7 

Beitrag von Gelöschter User »

Soweit ich weiß haben die Hondamotoren anfällige Zylinderköpfe (Rissbildung). Zumindest bei XR-Modellen kritisch, meiner Meinung nach aber RVFC-Motoren übergreifend.
Würde ich aber nicht überbewerten. Halt eine mit nicht zu vielen km kaufen, dann sollte das passen.
Um die eine oder andere Probefahrt wirst du nicht herumkommen.
Aber um eigenwerbung nicht zu vernachlässigen: am besten ist die DR650SE Bj. 96 (keine Engine Granate Gefahr). Wie es der Zufall will, hab ich eine über mit etwas über 30.000km :mrgreen:
twostroke
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Re: Zur DR650 wechseln?

#8 

Beitrag von twostroke »

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Standort?

:lol:
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Re: Zur DR650 wechseln?

#9 

Beitrag von Gelöschter User »

Muss noch Gabeldichtingen wechseln, Bremsflüssigkeit wechseln + Entlüften und neuen TÜV drauf machen, dann werde ich sie hier anbieten :)
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