Auf dem Weg zum neuen Lenkkopflager vom eigenen Mut überholt

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franz muc
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Re: Auf dem Weg zum neuen Lenkkopflager vom eigenen Mut überholt

Beitrag von franz muc » 13 Apr 2018 11:00

hmm, und wenn die nacharbeiteten runden
Lagerschalen an der falschen Stelle der
ovalen Aufnahme im Rahmen geklebt werden?

Dann verspannt sich das...
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maz
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Re: Auf dem Weg zum neuen Lenkkopflager vom eigenen Mut überholt

Beitrag von maz » 13 Apr 2018 11:25

@twostroke:

So hab ich das auch verstanden.

Denke der Ersteller ist selbst überrascht, zu was das geführt hat :lol:

Zumals ja nicht sooo weit weg ist.

Denke auch, daß ne menge Leute hier auch ne Menge gelernt haben, so wie ich :wink:

Von daher: Zweck des Forums erfüllt, ich mag sowas jedenfalls ...

Villeicht erzählt uns Grumpyoldgerman ja, wie er es dann gemacht hat, falls er nicht vollständig verwirrt und volltrunken in der Ecke liegt :lol:

franz muc
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Re: Auf dem Weg zum neuen Lenkkopflager vom eigenen Mut überholt

Beitrag von franz muc » 13 Apr 2018 11:38

ich mag sowas auch, braucht man ja
irgendwann. Und dann ist es schon
hilfreich, wenn man da net davor steht
und keine Ahnung hat. Wie man das
dann macht ist dann ja egal.
Coole Sache.
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Re: Auf dem Weg zum neuen Lenkkopflager vom eigenen Mut überholt

Beitrag von Kowalski 72 » 13 Apr 2018 11:49

Absolut Franz, da stimme ich dir zu.

Man lernt hier wirklich was dazu, super Forum.
Han auch was gefunden zum Lagersitz
https://www.t5net-forum.de/forum/index. ... schleifen/
Auch ganz gut beschrieben.

Ich hab damals mein Lenkkopflager komplett beim Emil Schwarz bestellt und eingebaut. Allerdings musste ich nicht kleben. Hatte das auf die konventionelle Methode gemacht.
Das ist jetzt bestimmt 20 Jahre her.....und ist immer noch wie am ersten Tag.
Aber ich bin kein Vielfahrer von daher waren die Beanspruchungen völlig vernachlässigbar.

Grüße
Markus

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Re: Auf dem Weg zum neuen Lenkkopflager vom eigenen Mut überholt

Beitrag von FrankausKöln » 13 Apr 2018 13:25

twostroke hat geschrieben:
13 Apr 2018 10:46
Also nur um das mal für mein Verständnis zusammenzufassen auch wenns total am ursprünglichen Thema des Themenerstellers vorbei geht:

Eigentlich müssten für den Einsatz von Kegelrollenlagern (also für alle modernen Lenkkopflager ausser an den noch nicht umgerüsteten ganz alten Modellen) die Aufnahmen für die Äusseren Lagerschalen, also die Teile die in den Rahmen eingesetzt werden, absolut rund sein. Dass sie das nicht immer sind kann ich mir vorstellen. Dass das schwierig zu kontrollieren ist -> klar. Dass das für Laien unmöglich zu korrigieren ist -> auch klar.

Was wäre der Effekt? Dass beim Einpressen der Lagerschalen in einen Eirigen Rahmen die Lagerschale ebenfalls eirig verzieht?

Und um das zu umgehen und um die Montage zu erleichtern wird die Lagerschale 1 bis 2 Zehntel nachgearbeitet, reinflutschen gelasst und fertig. Das "Spiel" bzw. die "Lagerluft" die sich um den Ring bildet wird durch Verguss mit Kleber ausgefüllt und gut. Dadurch kein Druck auf den Ring und keine Eirigkeit mehr.

Ist das so korrekt?

Wenn ja, gilt das gleiche Prinzip dann auch für die Innenlager? Also dass die über die Lenkkopfstange leichter drüberflutschen können und ebenfalls verklebt werden? Oder wird das an der Stelle nicht praktiziert?

Ich hab den Wechsel jetzt auch schon ein paar mal vollzogen, aber immer nach der altmodischen. Wenn man das anders, besser machen kann dann tät ich das beim nächsten Mal gern so machen.

Gruss Dominik
Stimmt, so ist das alles korrekt verstanden

Das Innenlager wird nicht geklebt, da es ja stramm genug auf dem Jochbein bzw. Lenkkopfstange sitzt. Es geht bei der
Vorgehensweise nur um die Lageraussenringe.

gruß
Frank
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Re: Auf dem Weg zum neuen Lenkkopflager vom eigenen Mut überholt

Beitrag von twostroke » 13 Apr 2018 13:52

Jahahaha...... Super, aber....

Wenn man das Prinzip auf die Aussenringe anwendet kann man es ja auch auf die Innenringe anwenden. Zum einen weils evtl. die Wieder-Neu-Machung beim nächsten Wechsel vereinfachen könnte und zum anderen weils ja dem Prinzip noch die Krone aufsetzen würde.

Ich stell mir das so vor, die Lagerschalen werden mit Loctite eingesetzt, speziell das 638 ist aber kein Sekundenkleber, das lässt schon noch Zeit zum nachkorrigieren. In der Zeit setzt man das (vorher innen ausgeschliffene) untere Lager auf die Lenksäule, ebenso mit Loctite, führt das Konstrukt gut gefettet in den Rahmen ein und setzt obendrauf das Gegenlager. Ob man das festkleben kann weiss ich nicht, ich weiss nur dass dieses Lager bisher immer ganz locker abging. Auf jeden Fall wird doch jetzt durch anziehen der Kontermutter das Gesamtpaket in eine Position gebracht die jede Verspannung eliminiert. Die Mutter drückt die Lager in Ruheposition und die Lager drücken die Lagerringe in Ruheposition. Und wenn das Loctite festgeworden ist dann kann die Spannung der Lenkkopflagermutter auf das richtige Maß reduziert werden. Damit wären alle Verspannungen die Franz schon befürchtet hatte eliminiert.

Und da das Loctite nicht temperaturfest ist kann man beim nächsten Wechsel das untere Lager auf dem Steuerrohr warm machen und vielleicht leichter abnehmen. Das war bei mir immer der größte Knackpunkt bisher und ich wäre um jede Maßnahme froh die mir das leichter macht.

Diesen Monat ist der TÜV an der SP46 fällig, ich bin mir nicht sicher ob der das LKL bemängelt. Sollte dies der Fall sein werde ich das mal so ausprobieren. Im schlimmsten Fall ist die Haltbarkeit des Lagers nicht optimal und ich muss bald ein neues einsetzen.

Falls jemand einen Denkfehler findet, bitte melden.

Gruss Dominik
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Re: Auf dem Weg zum neuen Lenkkopflager vom eigenen Mut überholt

Beitrag von Motzkeks » 13 Apr 2018 17:17

twostroke hat geschrieben:
13 Apr 2018 13:52
Diesen Monat ist der TÜV an der SP46 fällig, ich bin mir nicht sicher ob der das LKL bemängelt. Sollte dies der Fall sein werde ich das mal so ausprobieren. Im schlimmsten Fall ist die Haltbarkeit des Lagers nicht optimal und ich muss bald ein neues einsetzen.
Hat das Lager denn Symptome? Wenn ja, solltest da vorher ran. Rastpunkt im LKL zählt mWn als erheblicher Mangel und dir wird die Plakette dann verweigert. Nachprüfung kostet immerhin 40€. :?
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Re: Auf dem Weg zum neuen Lenkkopflager vom eigenen Mut überholt

Beitrag von hiha » 16 Apr 2018 05:54

twostroke hat geschrieben:
13 Apr 2018 10:46
Was wäre der Effekt? Dass beim Einpressen der Lagerschalen in einen Eirigen Rahmen die Lagerschale ebenfalls eirig verzieht?
Und um das zu umgehen und um die Montage zu erleichtern wird die Lagerschale 1 bis 2 Zehntel nachgearbeitet, reinflutschen gelasst und fertig. Das "Spiel" bzw. die "Lagerluft" die sich um den Ring bildet wird durch Verguss mit Kleber ausgefüllt und gut. Dadurch kein Druck auf den Ring und keine Eirigkeit mehr.
Ist das so korrekt?
Fast Korrekt: Der Lagerkleber wird vorher draufgeschmiert.
Wenn ja, gilt das gleiche Prinzip dann auch für die Innenlager? Also dass die über die Lenkkopfstange leichter drüberflutschen können und ebenfalls verklebt werden? Oder wird das an der Stelle nicht praktiziert?
Da macht mans nur, wenns locker wäre. Das Rohr ist erstens rund, und zweitens ist der Innenring dicker.
H.

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Re: Auf dem Weg zum neuen Lenkkopflager vom eigenen Mut überholt

Beitrag von twostroke » 16 Apr 2018 08:35

Motzkeks hat geschrieben:
13 Apr 2018 17:17
Hat das Lager denn Symptome? Wenn ja, solltest da vorher ran. Rastpunkt im LKL zählt mWn als erheblicher Mangel und dir wird die Plakette dann verweigert. Nachprüfung kostet immerhin 40€. :?
Kann ich nicht beurteilen. Bin zwar gelernter Mikrotechnologe aber mit Gefühl in den Händen gesegnet das dem eines unsensiblen Schaufelbaggers gleicht. Ich find das Lager ist ok, aber das fand ich bei der RSE auch und der Tüver sagt nee, da ist ein Rastpunkt. Ich hab ihm dann abgerungen dass er mir das zeigt, hat er dann auch versucht, ich spürte nix. Auf dem Lager waren dann aber schon deutliche Spuren zu sehen, also hab ich gedacht wird schon richtig gewesen sein.

Ich hab noch bisle Zeit, hab beschlossen ich ringe noch einen Monat mehr raus und geh erst Anfang Mai zum TÜV. Sollte ich bis dahin nochmal einen halben Tag Zeit haben fliegt das alte Lager raus. Vielleicht sogar mit der runterschleif-Methode, das muss ich doch mal ausprobieren.

Gruss Dominik


BTW: Jerry, was macht die Kunst? Bist du weitergekommen? Kam der Mut zurück?
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Re: Auf dem Weg zum neuen Lenkkopflager vom eigenen Mut überholt

Beitrag von Grumpyoldgerman » 16 Apr 2018 08:43

Hallo,

Also, mit Unterstürtung werde ich mich diese Woche mal ans Werk machen.

Ich bin leider in letzter Zeit beruflich viel unterwegs und komme kaum zum schrauben, was mich ankekst. Ich werde ab Juni eine Weile weg sein und wollte das Bike bis dahin an sich fertig bekommen haben.

Frau und Kind fordern natürlich auch ihren Tribut und, man glaubt es kaum, schlafen muss ich auch mal :D

Aber: ich bin zwar völlig verwirrt und habe ehrlich gesagt keine richtige Ahnung ob diese Operarion zum Erfolg führen wird, bin aber hochgradig motiviert.

Ich werde euch auf dem Laufenden halten ob die Garage dann brennt oder ich mit "stolz geschwellter Heldenbrust" ausziehe um von "meinen" Heldentaten zu berichten.

Wie es auch läuft, ich sage schonmal danke an das Forum und meinen speziellen Dank an Markus, der mir seine physische Hilfe angeboten hat.

Bia dahin

Grüßle

Jerry

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