Süplingen 2021, oder des Flachsers Reise mit Hindernissen

Raum zum Quatschen über Dinge neben der DR...
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Süplingen 2021, oder des Flachsers Reise mit Hindernissen

Beitrag von deFlachser »

Wie alles anfing.

Eigentlich fahre ich ja immer mit meiner Dicken, wenn´s mal weiter weg geht, mit Gepäck und Camping und so. Auch oder gerade wegen der bequemeren Sitzbank und des 21L Benzinfasses. eigentlich.

Doch dieses Mal sollte irgendwie alles anders kommen. Die Diva war frisch getüvt, ich hatte einen 2. Radsatz, der Elektrolurch war gefunden und außer Gefecht gesetzt und technisch ist sie fit. Was liegt also näher, sie endlich mal wieder auf der Straße zu bewegen nachdem sie die letzten 2 Jahre nur Dreck gesehen hat? Tja, und wenn man nur aufs Knöpfchen drücken muss anstelle den Kicker durchzutreten, hat ja auch was. Außerdem behaupten hier so einige, die SE sei die Beste aller
DR´s überhaupt. Noch ein Grund mehr also dieses Mal mit ihr aufs Treffen zu kommen.

Donnerstag früh sollte dann Abfahrt sein. Das Wetter und auch der Bericht für die nächsten Tage waren alles andere als gut, und das Ende August, ohne Worte.
Da kamen mir doch im letzten Moment die Lenkerstulpen in den Sinn. Normalerweise habe ich die winters auf der Dicken, der hatte ich nämlich auch Heizgriffe spendiert, also eher meinen Pfoten.

Und so dachte ich mir, hey flachser, was gut iss gegen Kälte iss auch gut gegen Regen. Das schöne iss nämlich, die Dinger sind wasserdicht. Also in den Keller gestürzt und die Dinger an der Diva montiert, äärgs, rumquäl, ganz schön stramm. Aber geschafft, Reiser ging zu, also alles paletti. So dachte ich zumindest. Noch war ja alles gut.
Einen Schönheitswettbewerb gewinnt man mit den Stulpen wohl eher nicht, aber vermutlich war ich einer der Wenigen (von den Dosenfahrern mal abgesehen), der mit warmen und trockenen Pfoten beim Treffen angekommen ist. Die Regenklamotten hatte ich auch gleich übergestülpt, man weiß ja nie. Schlau gelle?

Donnerstag früh dann noch das bisschen Gepäck aufgeladen, der Kaiserpalast musste ja schließlich auch mit. Der hatte sogar Premiere. Batterie war frisch aufgeladen. Also Benzinhahn auf, Choke ziehen und kurz den Kickerknopf betätigen. Und schon nimmt der Motor willig seinen Dienst auf, los geht’s, Abfaat, jeah. De Flachser freut sich, endlich mal wieder ne schöne Tour und das lang ersehnte Treffen. Nicht immer nur hier um die gleichen Ecken, langweilig ist das auf Dauer.

Als erstes ging´s hier ein Stück auf die Büchsenbahn nach Frankfurt rein und dann Richtung Bad Vilbel wieder raus. Dann ab in den Vogelsberg. Ab hier hat die Fahrerei dann angefangen Spaß zu machen. Hatte mir das alles vorher per kurviger.de zusammengebastelt und dann sogar geschafft es aufs Raider zu bekommen. Manchmal glaube ich, ich bin ein echtes Computergenie :mrgreen: .

Das ging dann erst mal bis Altenstadt. Und was war hier? Richtig, Baustelle, Brückensperrung und keine Umleitung beschildert. An der Ampelkreuzung hatte ich dann die Wahl, links oder rechts? Nimmst mal rechts, fährst ein Stück und dann irgendwo halt wieder links ab um wieder auf die Route zu kommen. Krasse Fehlentscheidung wie sich heraus stellte. Irgendwie hat´s Mr. Murphy geschafft mitzukommen.

Nach einer gefühlt ewigen Irrfahrt durchs Industriegebiet dann wieder zurück zur Ampelkreuzung gefunden. Rechts war kacka, probierst es mal links. Also geradeaus, da ich ja schließlich vorher nach rechts abgebogen war, logisch.

Da das Herumirren mir irgendwie sinnlos erschien, man lernt ja schließlich, dachte ich mir ich frag einfach mal jemanden wie ich die Baustelle umfahren kann. Da kam mir der Mann mit der Brötchentüte in der Hand gerade recht. Ja, die machen hier die Brücke neu, aber kein Problem, fährst so, so unn so unn schon biste wieder auf der Route. Na wunderbar. Und wie ich mich noch so bedanke, bupp unn aus das Möp.

Ha, null Problemo, kurzer Knopfdruck genügt. Aber was hören meine Ohren? Statt einen drehfreudigen Starter kommen da nur eher erbärmliche Geräusche. Hmm komisch, wird etwa die Batterie nicht geladen und das Licht hat sich die ganze Zeit den Saft von der Batterie geholt :? ?

…............ff
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Ziegenmüller (13 Okt 2021 09:32) • Bille (13 Okt 2021 19:30) • fish_hg (14 Okt 2021 23:29) • Erstbesitzer 1990 (03 Nov 2021 19:13) • Aynchel (24 Nov 2021 12:03)
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Re: Süplingen 2021, oder des Flachsers Reise mit Hindernissen

Beitrag von TST »

Hi Stefan,
was ist los ? Das Fernsehprogramm ist Sch.... Sch.... und Du hörst auf zu schreiben. Ich will mehr !!!
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Bille (13 Okt 2021 19:31)
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Re: Süplingen 2021, oder des Flachsers Reise mit Hindernissen

Beitrag von Bille »

Deine Stülpen reizen mich ungemein. Will die auch mal probieren :-D
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Re: Süplingen 2021, oder des Flachsers Reise mit Hindernissen

Beitrag von deFlachser »

…........also der Mann mit der Brötchentüte war echt nett. Fragt er mich doch direkt, ob er mich mal eben anschieben soll. Na da sag ich doch nicht nein. Mit der ganzen Ladung dürfte sich das vermutlich ein bisschen schwierig gestalten, wenn man das alleine machen will/muss. Also 2.ten Gang rein, die Möhre dann wie ein Spielzeugauto rückwärts aufziehen und los geht’s. Nach ein paar Metern Kupplung loslassen und Gas. Und schon nimmt der Motor seine Arbeit auf. Ich rufe vielen Dank, winke ihm nochmal und fahre weiter.

Jetzt bloß nicht mehr anhalten und den Motor abstellen sondern immer schön weiter fahren. Hab´s ja schließlich nur noch so ca. 280km bis zu meinem Zwischenziel. Wenn man dann die bereits gefahrenen ca. 50km dazu addiert, kommt man irgendwie auf 330km, hmm isso da beißt die Maus kein Faden ab.

Und wenn ich dann auf meinen 13L Adventure-Tank schiele, weiß das sich die Diva mit dem Gepäck und dem Flachi so 5,5-6L auf hundert einverleibt, dann kommen mir ernsthafte Bedenken, von wegen einfach nicht mehr anhalten. Ach egal, ich red mir das jetzt erst mal schön und fahr weiter. Schließlich hab ich Urlaub. Kann ich mir später immer noch Gedanken machen, wenn´s soweit iss.

Also fahr ich einfach, genieße die kurvenreichen Strecken auf kleinsten Sträßchen (überwiegend ohne Mittelstreifen) und freu mich, das ich so gut wie alleine bin. Kaum Autos, geschweige denn LKW´s und erst recht keine Knieschleifer. Ersten ist es erst Donnerstag und zweitens wäre es denen wahrscheinlich eh zu eng und holprig. Haach, was freut sich der Endurist über diese Straßenschilder „Vorsicht Straßenschäden“. Ok., ab und zu mal ein Mähdrescher. War natürlich auch spannend da vorbei zu kommen. Nicht etwa weil der zu schnell und wir zu langsam waren, das nicht. Aber wenn der von den Premiumsträßchen fast die ganze Fahrbahn einnimmt bleibt halt nicht viel Platz und ein wenig Sicht brauchts schließlich auch. Und dann immer noch die Frage: Hat der mich überhaupt wahr genommen? Zum Glück gibt’s ja noch die Hupe, na ja, bei dem Teil hätte ich wahrscheinlich auch rufen können: Bahn frei, wie früher als Kind beim Rodeln. Aber es hat immer geklappt, wer will sich schon mit dem Moped im Mähwerk oder den mannshohen Rädern verheddern?

Nun habe ich ja wie bereits erwähnt, den zweiten Radsatz drauf. Die Reifen sind noch gut und auch nicht zu alt. Die kann man eigentlich noch runter rutschen, im wahrsten Sinne des Wortes, wie ich wieder einmal mehr feststellen musste. Auf meiner Dakar hatte ich das ja auch schon unfreiwillig probiert, Reifen runter rutschen. Das waren die super tollen Metzler Tourance. Und nun ratet mal welche Schluppen auf meinem 2.ten Radsatz montiert sind? Richtig, Metzler Tourance, nur echt mit der eingebauten Ölspur.

Ich bin nun wahrhaft kein Heizer aber zügig fahren sollte mit jedem Reifen funktionieren. Fahre ich so um die nächste Ecke, wohlgemerkt die Fahrbahn war trocken, aber die Kurve zieht sich dann doch etwas zu. Macht ja nix, bin noch lange nicht am Limit, die Reifen offenbar schon. Also weiter umgelegt die Fuhre. Rutscht die mir doch über beide Räder weg. Da erschrickt man schon ein bisserl. Rasch den Haxen raus und so den Neigungswinkel etwas korrigiert. Puuh geschafft, nix passiert. Jedenfalls war mein Vertrauen in den Reifen erst mal wieder dahin. Nun ging ich die weitere Fahrt etwas gemäßigter an denn ich brauchte das nicht nochmal.

Ich Spule also km um km runter, der Tageskilometerzähler zeigt mittlerweile 165 km, da fängt sie das Ruckeln an. Alles klar, ich schalte auf Reserve und sie schnurrt weiter. So langsam bekomme ich Hunger und auch der Popometer meldet sich. Also doch mal ne Pause machen. Nun heißt es eine strategisch günstige Stelle finden, schließlich bin ich alleine, von wegen anschieben unn so.

Haa, da vorne ist ne Kuppe von der ein Feldweg abzweigt. Dazu liegt der Platz auch noch in der Sonne, wunderbar. Einzig eine bequeme Bank fehlt, aber egal. Also doch anhalten, Motor aus, Klamotten aus, Sitzbank decken und erst mal was futtern. War zwar nicht mehr geplant, aber was will man machen? Päuschen muss auch sein und so stärke ich mich ein wenig. Es findet quasi nur eine Umverteilung des Gepäcks statt. Raus aus dem Tankrucksack und rein in des Flachsers Leibchen.

…...........ff.
Ein Platz an der Sonne ......
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Mahlzeit .....
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Hier sollten wir auf Tempo kommen, geht es doch ein wenig bergab ......
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DROldie (14 Okt 2021 10:19) • fish_hg (14 Okt 2021 23:28) • Aynchel (24 Nov 2021 12:06)
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Re: Süplingen 2021, oder des Flachsers Reise mit Hindernissen

Beitrag von Bille »

die ... folgen morgen?
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Re: Süplingen 2021, oder des Flachsers Reise mit Hindernissen

Beitrag von deFlachser »

…........... frisch gestärkt schlüpfe ich in meine Klamotten und schwing mich wieder aufs Moped. Jacke geht auch noch zu, prima. Eigentlich wollte ich jetzt mit den Haxen die Fuhre ein bisschen anschubsen um mich dann das leichte Gefälle rollen zu lassen um Schwung zu bekommen.
Dann dachte ich mir ich könnte ja mal kurz aufs Knöpfchen drücken, kost ja nix. Einfach mal sehen was passiert. Es passiert genau das was normalerweise passieren sollte. Der Anlasser zieht voll durch und die Karre läuft, wunderbar. Vielleicht besitzt die beste aller DR´s ja sogar Selbstheilungskräfte. Irgendwie sieht´s zumindest danach aus. Also alles wieder gut?

Ich fahre einfach mal weiter, der Kilometerzähler zählt und zählt und der Adventure-Tank wird leerer und leerer. Aber irgendwie will so keine Tanke kommen. Auch das Navi zeigt keine an, irgendwie blöd. Fahre halt auf wirklich kleinen Sträßchen, wo man noch nicht einmal durch eine Ortschaft kommt und wenn gibt´s da maximal ne Kirche und ne Dorfkneipe. Gut das ich immer meine analogen Navis dabei habe. Also erst mal auf der Karte orientieren. Wo bin ich überhaupt? Ich muss von meiner vorgegebenen Route runter, klarer Fall. Nächste größere Stadt, Bad Hersfeld, alles klar. Da werde ich hinfahren, später kann ich dann ja wieder auf meiner Route weiter wandern.

Vor Hersfeld komme ich noch nach Kirchheim. Ha, da ist ne Tanke, die steuer ich gleich mal an, Licher iss Licher. Den Tank mal bis zum Stehkragen befüllt, soll schließlich bis zu meinem Zwischenziel reichen. Zumindest wünsche ich mir das. Zwar hatte ich vor ca. 30 km ne ausgiebige Pause gemacht, aber ein Tasskaff geht immer. Soviel Zeit muss sein.

Also noch gemütlich nen Kaffee geschlürft und nen Glimmstengel abgebrannt. Wieder rein in die Klamotten und drauf auf´s Möp. Knöpfchen drücken und los geht’s. Pustekuchen, Knöpfchen drücken und vom Anlasser kommt nur ein kurzes ächzen, das war´s. Na toll, war wohl nur ein Wunschtraum mit den Selbstheilungskräften. Dummerweise ist hier alles schön gerade, also nix mit anrollen. Ha, da laufen doch gerade so zwei Typen. Direkt mal angehauen, ob sie mich mal schubsen können. Klar, machen wir, kein Problem. Wollten auch gleich loslegen. Denen musste ich dann erst mal erklären, das ich das Moped zuerst aufziehen muss, sonst würde das nix werden. Haben ein wenig irritiert geguckt, mich aber machen lassen. Beim zweiten Versuch hat´s dann auch geklappt. Der erste hat nur einen kurzen schwarzen Strich an der Tanke hinterlassen.
Vielen Dank ihr zwei und winke winke. Navi wieder an und zurück auf meine schöne Route. Wollte jetzt nur noch zu meiner Pension und auch nicht mehr halten. Der Sprit sollte reichen. Positiv erwähnen will ich noch das Wetter. Auf den ersten 260 km trocken und meist sonnig. Die letzten 60-70 km dann mal trocken, mal nass mit teilweise ergiebigen Regenfällen. Die Klamotten waren dicht und die Stulpen ebenso.

Gegen 17 Uhr erreiche ich mein Ziel, so muss das sein. Das Hoftor ist offen, aber ich stelle die Diva erst mal davor ab, laufe in den Hof und will mich gerade bemerkbar machen, als die Hintertür auf geht und der Herbergsvater raus kommt. Wir begrüßen uns mit Handschlag, erzählen ein bisschen und sind dann auch recht fix auf Du und Du. Er heißt Clemens und fährt selbst Motorrad. Ein wirklich liebenswerter Mensch.

Ich erzähle ihm von meinen Probs und frage ihn ob er denn ein Messgerät hätte. Hat er nicht, aber ein Ladegerät, noch besser. Als erstes dann mal das Gepäck runter, die Batterie freigelegt und ans Ladegerät gehängt. Das Teil hat mehre LED-Anzeigen, die gelbe leuchtet direkt und das bedeutet die Batterie hat noch 20% Kapazität. Ein bisschen sehr wenig, darüber sind wir uns schnell einig.
Die Diva ist erst einmal versorgt.....
Die Diva ist erst einmal versorgt.....
Aber jetzt erst mal das Zimmer beziehen und raus aus den Motorradklamotten. Fix unter die Dusche und rein in den kleinen Bieranzug. Dann ab in die Dorfkneipe ein Zielbier trinken und was futtern.
Das Zielbier, ein wichtiger Tagesordnungspunkt.........
Das Zielbier, ein wichtiger Tagesordnungspunkt.........
Und leckeres Essen hält Leib und Seele zusammen.....
Und leckeres Essen hält Leib und Seele zusammen.....
Ach ja, habe nachdem ich angekommen war mal auf den Anlasser gelangt. Der war doch recht warm um nicht zu sagen heiß. Er sitzt halt hinter dem Zylinder und bekommt dadurch auch null Kühlung. Habe zum ersten mal rangelangt und weiß nicht was dort normalerweise für Temperaturen herrschen. Plötzlich keimte in mir ein furchtbarer Verdacht auf.

…............ ff
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fish_hg (14 Okt 2021 23:28) • Aynchel (24 Nov 2021 12:10)
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Re: Süplingen 2021, oder des Flachsers Reise mit Hindernissen

Beitrag von deFlachser »

…........ Ich war der einzige Gast und Reinhold der Wirt hat dann auch schnell erkannt, das mich das Gesabbel unserer depperten Politiker zur Bundestagswahl im Radio nicht sonderlich zu interessieren scheint, sondern max. das Bier schal werden lässt. Wie ich da drauf gekommen bin? Ganz einfach. Plötzlich wurde ich mit Deep Purple, Pink Floyd, CCR, Hollies und Konsorten beschallt. Er hat sich dann zu mir an den Tisch gesetzt und gesagt: Wie er das einschätze wären wir beide wohl musiktechnisch auf gleicher Wellenlänge. Wunderbar, wir haben dann noch angenehm geplauscht, zusammen noch nen Obstler gezischt und ich habe dann bezahlt. Zuerst dachte ich, er hätte sich verrechnet. Nee, nee, passt schon. Und so war ich ihm für das Essen, 3 Pils und einen Obstler (der 2.te ging aufs Haus) sage und schreibe 15,50 € schuldig. Konnte es echt nicht fassen.

Gut gesättigt bin ich dann zu meiner Unterkunft zurück. Clemens saß in der Zwischenzeit mit nem Freund im Anbau beim Bierchen. Wurde sofort dazu gerufen und er hat mir dann noch ein leckeres kaltes Kellerbier, quasi als Absacker hingestellt.

Aber halt, da war doch noch was. Genau, mein furchtbarer Verdacht.

Achtung Bille, genau aufpassen, denn Du bist ja auch an Stulpen interessiert und fährst auch SE.

Normalerweise habe ich die im Winter ja auf meiner Dicken, alles kein Problem. Bei der SE offensichtlich schon, denn die hat ja anstelle des Hebels am Motor, auch Kicker genannt, so ein kleines Knöpfchen an der rechten Lenkerarmatur. Und dieses Knöpfchen lässt sich mit sehr geringem Widerstand drücken. Erschwerend hinzu kommt, das die Stulpen sacke eng in Richtung Lenkermitte sind und ich schon meine Mühe hatte die Dinger da rum zu bekommen und den Reisverschluss zu zumachen. Meine Befürchtung war nun, das die Stulpen dieses kleine Knöpfchen selbstständig bedienen und der Anlasser bei der Fahrt munter mitdreht. Vielleicht nicht die ganze Zeit aber ab und zu zumindest. Das würde die leere Batterie erklären, denn das Teil zieht schon ordentlich Strom.

Also erst noch mal fix ans Moped. Batterie war mittlerweile wieder auf 80% geladen. Direkt mal geknopft, und zack, sie läuft. Batterie trotzdem noch bis zum nächsten morgen am Ladegerät gelassen. Denn 100% sind besser als 80%.

Da ich in weiser Voraussicht immer so ein bisserl Werkzeug und Kleinkram mitnehme, kramte ich mal meinen Blumenbindedraht aus. Den um den Knopf gewickelt und dann nach oben am Spiegel verzurrt. Nun muss man schon sehr fest drücken um Kontakt zu bekommen, sehr gut. Der Stulpe sollte das dann nicht mehr gelingen. Der Anlasser scheint enorm was auszuhalten, hätte ich nicht gedacht, das der ne quasi Dauerbestromung mit macht. Hören kann man das während der Fahrt nämlich nicht, ob der läuft. Also alles wieder gut, so dachte ich zumindest. Andere Teile sind offensichtlich nicht ganz so robust. Aber das kann ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht wissen.

So Arbeit erledigt, nun kann ich zum gemütlichen Teil übergehen und ganz entspannt mein Bier trinken.

Die beiden hatten sich dann noch ne Zigarette angezündet. Aha, der Clemens raucht doch. Clemens, ich hatte vermutet Du seist Nichtraucher. Bin ich auch. Aber immer Mittwochs wenn der (leider Namen vergessen) kommt, rauchen wir jeder immer eine Zigarette und trinken ein Bierchen. So so, jeden Mittwoch, aber heute ist doch Donnerstag. Stimmt, jetzt wo Du es sagst. Und zu seinem Freund: Du bist einen Tag zu spät. Erst mal Gelächter. Alles in allem war´s ein gelungener Tag und ein schöner Abschluss, Zeit ins Bett zu gehen.

Und kaum hat mein Kopf das Kissen berührt.......chr, chrrrr, chrrrrr.
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Re: Süplingen 2021, oder des Flachsers Reise mit Hindernissen

Beitrag von deFlachser »

Ich weiß, es geht gerade etwas schleppend. Habe leider im Moment nicht so viel Zeit und Muße. Abber des werd scho :mrgreen: .

fünfter Teil

…........ am nächsten Morgen dann ganz ohne Wecker gegen halb 8 aufgewacht. Als erstes mal runter in die Küche einen Kaffee gezogen und dann gleich raus. Batterie war wieder komplett geladen, Ladegerät abgeklemmt, Sitzbank und Seitendeckel wieder montiert. NVA-Taschen über die Bank und den Rackpack mit Zelt, Matte, Pennbeutel, Stuhl, usw. schon mal festgezurrt. Nun fehlt nur noch der Tankrucksack und die Tasche mit meinen Klamotten.

Aber jetzt wird erst mal gefrühstückt. Clemens musste heute um 6 Uhr los und so hatte er mir das Frühstück schon hingestellt. Das Ei mit Mütze, das es warm bleibt. Natürlich von eigenen Hühnern. Die rennen hinten im Garten frei rum. Frisch gemahlenen Kaffee konnte ich mir an der Maschine holen. Da ich nicht unhöflich sein wollte, habe ich alles was er mir hingestellt hat aufgefuttert. Anstandshappen, was ist das eigentlich, nie gehört. Scheint ein Fremdwort zu sein da es sich nicht in meinem Sprachschatz befindet.
Der Tisch ist gedeckt ...........
Der Tisch ist gedeckt ...........
Und schon isses Vergangenheit ;) ........
Und schon isses Vergangenheit ;) ........
Nachdem ich dann wirklich gut gesättigt war, noch mal fix unter die Dusche, Rest zusammengepackt und aufgeladen. Klamotten an und auch wieder das Regenzeugs drüber. Der Himmel sah nämlich nicht so aus als würde es einen schönen Tag geben. Das Moped aus dem Tor geschoben und auf der Straße abgestellt. Wieder zurück und das große Holztor von innen verriegelt. Anschließend wieder zur Hintertür rein, durchs Haus durch und die Eingangstür einfach von außen zugezogen. Das war dann der berühmte Point of no return. Hoffentlich nix vergessen.
Rübenschoner übergestülpt, Handschuhe an, aufgesessen, Knopf gedrückt und los ging´s. Tschüss vier Seiten Hof bis Sonntag.
Weiter geht´s ......
Weiter geht´s ......
Bin dann wegen des Wetters relativ direkt zum Ziel. Waren zwar nur 20 km Unterschied zur geplanten Route, aber immerhin. Wollte bei den Bedingungen schließlich nicht auch noch die Nasshaftung dieser beschi..... Reifen testen. Das hatte ich bereits 2018 auf der Fahrt zum Treffen nach Geiselwind ausgiebig gemacht. Es war ein ständiger Wechsel zwischen nasser und trockener Straße, teilweise dann auch wieder mit recht heftigem Regen, dann mal wieder trocken, wieder Niesel, usw.

Nun war es wieder da, mein Problem mit dem Riesenspritfass. Bin zwar gestern noch gut in meine Pension gekommen, aber bis Süplingen reicht das nicht. Also frohen Mutes ne Tankstelle angesteuert , Motor aus und getankt. Konnte schließlich nix schiefgehen, dank Bindedraht und frisch geladener Batterie. Und ich wurde nicht enttäuscht. Knopf gedrückt und der Anlasser zog voll durch. So muss das sein. Und weiter geht’s. 30 km vorm Ziel musste ich allerdings doch noch ne kleine Pause anlegen. Wäre nämlich echt blöd, wenn die Klamotten nicht nur von außen nass wären. Bei der Gelegenheit dann noch ein bisschen Gemüse gefuttert und dann weiter. Bald bin ich da, freu.

…............... ff.
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Ziegenmüller (20 Okt 2021 07:14) • hapeka (20 Okt 2021 11:45) • Bille (25 Okt 2021 19:43) • Aynchel (24 Nov 2021 13:58)
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Re: Süplingen 2021, oder des Flachsers Reise mit Hindernissen

Beitrag von deFlachser »

sechster Teil

…................ ich rolle langsam in den Campingplatz ein und halte vorne am Büdchen. Erst mal anmelden bei Speedy und Flash. Dann muss ich nicht gleich nochmal vorlatschen und was erledigt ist, ist erledigt. War nämlich ein ganzes Stück weit hinten, unser Platz.

Rolle dann im erhöhten Standgas bis ans letzte Ende des Platzes. Kurz vor der Zufahrt treffe ich auf Bille, die in ihrem Auto rumwurschtelt. Erstmal Begrüßung und dann auf den für uns reservierten Platz tuckern.

Noch nicht sooo viel Betrieb.
Noch nix los.
Noch nix los.
Genug Holz für wärmende Lagerfeuer.
Genug Holz für wärmende Lagerfeuer.
Nur Bille; Janette und der „kleine Türke“ waren da. Stefan war mit Dirk und nem Hänger gerade dabei seine SE zum Dirk zu überführen. Also noch volle Platzwahl. Angekommen bin ich bei Sonnenschein, dachte ich hätte schönes Wetter mitgebracht. Wieder einmal mehr daneben gelegen. Kaum da und schon regnet es wieder. Aber egal, das Wichtigste ist jetzt eh das Zielbier. Den kaiserlichen Palast kann ich immer noch aufbauen. Also erst mal mit den beiden Mädels unter den Pavillion gehockt, Bierchen geschlabbert und geplauscht. Der Türke musste in seine Hütte. Selbst schuld, wer nicht hören kann muss in die Hütte, ätsch.

Bier war ausgetrunken und es hatte aufgehört zu regnen. Alles klar, Zelt aufbauen. Platz ausgesucht, Möp dorthin gestellt und angefangen abzuladen. Und was passiert? Richtig, es fängt wieder an zu regnen. Fix zurück unter den Pavillion, und jetzt? Klarer Fall, auf einem Bein steht es sich schlecht, deshalb direkt nochmal den Kühlschrank geöffnet, ein zweites Bier aufgezogen und weiter erzählt. Alles ganz entspannt. So langsam sind dann doch noch mehr Foristen eingetrudelt. Der Platz füllt sich langsam aber stetig, sehr schön.

Irgendwann hab ich es dann doch geschafft in einer Regenpause den Palast aufzubauen. Natürlich, wie soll´s auch anders sein, eine Stange an der falschen Stelle eingefädelt. Sehen wir mal großzügig drüber hinweg, schließlich hatte das Zelt seine Premiere. Unter anderem kam mir dann Dirk zu Hilfe, der wohl gesehen hat, das ich noch nicht so wirklich den Überblick hatte. Aber mit vereinten Kräften ging´s dann doch recht fix. Jetzt noch schnell die Inneneinrichtung einbauen und dann wieder zum gemütlichen Teil übergehen, heißt wieder unter die Pavillions hocken und weiter klönen.
Geschafft, der kauserliche Palast steht......
Geschafft, der kauserliche Palast steht......
..........und ist gemütlich eingerichtet.
..........und ist gemütlich eingerichtet.
Und auch im Vorzelt ist genügend Platz ;)
Und auch im Vorzelt ist genügend Platz ;)
Zwischendurch dann immer wieder die Neuankömmlinge begrüßt. Nicht allzu lange Zeit vor dem Treffen hatten wir noch einen Neuzugang der sich TST nennt. Er hieße Thomas, komme aus dem Raum Offenbach und sei Rentner. Aha, das wird doch nicht etwa......

Also wie wir da so sitzen und quatschen, kommt der nächste Trupp angefahren. Anhalten und Helme ab. Und was sehen meine Äuglein? Den Stoni, TST, aus dem Raum OF. Ich hatte also richtig gelegen. Erst mal fix hin und begrüßt. Für die die es nicht mitbekommen haben. Wir beide haben neulich vor ca. 30 Jahren in derselben Firma gearbeitet. Ist wirklich klein unsere Welt. Da hat man Jahrzehnte keinen Kontakt und dann ist man gemeinsam auf dem Jahrestreffen, schee.
..... hier könnten Bilder sein.
..... hier könnten Bilder sein.
Irgendwann waren dann so ziemlich alle eingetrudelt und hatten sich häuslich eingerichtet. Das Bier wollte nicht mehr so richtig rutschen, also geht erst mal ein Teil von uns in die Campingkneipe was futtern. Schließlich brauchts eine vernünftige Unterlage, der Abend könnte lang werden.

…..............ff
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Re: Süplingen 2021, oder des Flachsers Reise mit Hindernissen

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siebter Teil

…........nach der Stärkung in der Wirtschaft dann wieder zurück zum Platz.
Das Orgateam hatte wirklich an alles gedacht. Ausreichend Pavillons, großer Kühlschrank für flüssiges Getreide und alkoholfreie Getränke, Kaffeemaschine, Bierzeltgarnituren und genügend Holz für ein wärmendes Lagerfeuer. Hier nochmal ein Dankeschön im Namen aller Teilnehmer, das habt Ihr super organisiert, Respekt.

Es war dann noch ein geselliger Abend. Grüppchen, die es sich unter den Pavillons bequem gemacht hatten, andere am Lagerfeuer und wieder andere am Grill. Gegen 24 Uhr hatte ich dann die nötige Bettschwere und so hatte ich mich in mein Schlafgemach verkrümelt. Wie sich allerdings herausstellte, hätte ich es mir sparen können. Obwohl ich mein Domizil doch relativ weit vom Epizentrum hatte, konnte ich nicht pennen. Denn es waren noch längst nicht alle bereit zum Matratzen horchen. Die Musik wurde immer lauter und auch die Gespräche.
Hmm, wieder was gelernt. Erstens bringt es nix sich ins Zelt zu verkrümeln solange andere noch draußen hocken (es sei denn man hat Ohrenstöpsel so wie der Stollengaul) und zweitens, zu viel Alkohol scheint taub zu machen.
Nun weiß ich zumindest mal für den Samstag Bescheid.

Obwohl die Nacht recht kurz war, war ich doch früh auf den Hufen. Hatte nämlich am Abend zuvor gehört, das es ab 8 Uhr bei Speedy und Flash Frühstück gäbe. Das treibt mich dann natürlich raus. Der Ulle saß auch schon da und hat mir direkt einen Kaffee gebraut. Er hatte wohl gesehen, das meine Äuglein noch auf Halbmast standen. Hatte sich aber dann dank Kaffee und frischer Luft schnell geändert.
Wir stehen also quasi schon in den Startlöchern und zählen den Countdown. Los geht’s, ab nach vorne zum Büdchen. Hier bekamen wir dann Kaffee, Rührei, Schinken, Käse und Wurst. Eben alles was zu nem richtigen Frühstück dazugehört. Anfangs hatte ich Bedenken, das der Kaffee bereits kalt sein könnte, bevor Speedy mit der Tasse von der Maschine zurück an der Ausgabe war. Hatte sich aber glücklicherweise nicht bewahrheitet, der Kaffee war noch heiß. Platz nehmen konnten wir dann unter den auf Balken stehenden Satteldächern. Hier standen rustikale Bänke und Tische, die auch niemand mal so eben abtransportieren könnte. Irgendwie clever. Brötchen, Butter und Esswerkzeuge standen bereits dort. Also auf geht’s. Kaffee konnten wir uns immer wieder nachholen und für Nachschub bezüglich Brötchen und Belag hatten die Betreiber des Platzes auch gesorgt. Wunderbar, es fehlt an nichts.

Nach einem ausgiebigen Frühstück ging´s dann wieder zurück zum Headquarter. Und was jetzt? Einige haben irgendwas besichtigt und Bille iss glaube ich mit ner anderen Gruppe zu irgendeinem „Offroadgelände“ gefahren, falls ich mich recht entsinne. Einige blieben einfach auf dem Platzt, so auch ich. War genug gefahren und mit Leuten schwätzen, die man einmal im Jahr sieht, iss doch auch schön. Gegen Nachmittag hatte sich dann der Hunger gemeldet und so bin ich mit Moritz wieder in die Campingkneipe zum Futtern. Schließlich wollten wir noch tanken und einkaufen fahren. Da muss man entsprechend gestärkt sein. Außerdem iss das nix wenn man mit leerem Magen einkaufen geht. Man kauft dann unnötig viel.

Wir haben dann noch was zum Grillen geholt und auch Wein, da das Bier irgendwie nicht mehr so an mich ging. Dann noch fix zur Tanke und danach Mopedtausch auf dem Rückweg. Moritz sollte mal horchen, wo das Geklingel bei mir herkommt und ich wollte mal die Heckhöherlegung testen.

Ich dachte, ich könnte kein Moped mehr fahren. Die wollte irgendwie nicht in die Kurve und wenn sie dann doch drinnen war nicht mehr so wirklich raus. Zuerst dachte ich, die Höherlegung wäre schuld, was aber eigentlich den anderen Effekt hervor rufen müsste. Irgendwie kam mir das LKL komisch vor. Das hatte der Moritz schlussendlich dann auch bestätigt, als er sie zuhause zerlegt hatte.

Jedenfalls war ich froh, wieder heil auf dem Platz angekommen zu sein.

…............ff
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Re: Süplingen 2021, oder des Flachsers Reise mit Hindernissen

Beitrag von deFlachser »

Sodele, nach leider längerer Pause kommt hier nun endlich der achte Teil meiner Erzählung :D .

…............ und wie soll es auch anders sein, es geht wieder zum gemütlichen Teil über. Es wird geschwätzt, getrunken und natürlich auch wieder gegrillt. Schließlich hatten Moritz und ich ne anstrengende Fahrt hinter uns. Hatte sich doch ganz schön gezogen, die Tour ins Ort zum Lebensmittelmarkt und zur Tankstelle.
Das Lagerfeuer war heute nur recht kurz Thema und zum Grillen hatte es gerade noch gereicht. Warum wohl? Richtig, es hat nämlich mal wieder angefangen zu regnen und dieses Mal nicht gerade wenig.
Also alle Frau/Mann ab unter die Pavillons. Wenige Pavillons, viele Teilnehmer, das ergibt eine gemütliche und kuschelige Atmosphäre. Genau wie früher in den Rockschuppen, wer ging schon inne Disco.
Irgendwie hatten wir zu wenig Wein gekauft, denn der war ruckzuck weg, komisch. Na egal, schließlich hatten wir ja am nächsten Tag allesamt ein paar Kilometer zu fahren und das geht besser, wenn der Helm gut passt und nicht drückt.
Ich muss da sowieso immer besonders aufpassen, denn ich habe dazu noch so ne richtig fiese Lederallergie. Immer wenn ich morgens aufwache und meine Stiefel noch an habe, brummt mir extrem der Schädel, echt blöd.
Und schlauer als am Vortag war ich dann auch. Habe mich so richtig festgesessen, quasi mit Bierzeltgarnitur förmlich verwachsen. So war ich dann wirklich einer der Letzten, um nicht zu sagen, der Allerletzte der sich ins Zelt gepackt hatte. Gut so, konnte dann auch gleich pennen. Da es aber recht heftig geregnet hatte, hatte ich vorsichtshalber nochmal das Zelt inspiziert, nicht das da Heringe rausgegangen waren und das Außenzelt auf dem Innenzelt aufliegt. Also nochmal alles schön mit der Hirnbirn abgeleuchtet. Und was sehe ich da? Ich hatte noch unverhofft Besuch bekommen. Denen macht das Feuchte ja eigentlich nix aus. Aber bei dem Regen hatte sich der kleine Kerl
nächtlicher Besuch
nächtlicher Besuch
dann offensichtlich doch lieber nen trocknen Unterstand gesucht. Da ich gastfreundlich bin, habe ich meinem Besuch natürlich Unterschlupf gewährt, was will man machen.

Na dann gute Nacht kleiner Freund und bis morgen. Als ich morgens aufwachte, hatte sich mein Besuch schon wieder verkrümelt. Na ja, wer weiß was der noch für einen Weg vor sich hatte. Auch der Ulf war wieder mal ganz früh weg. Iss wohl wieder in einem Rutsch mit seiner italienischen DR nach Hause.

Also raus aus dem Schlafsack und wieder nach vorne zum Frühstücken. Genug Hunger hatte ich schon wieder. Iss auch noch so ne Eigenart. Immer wenn ich wach werde, hab´ ich Hunger. Nach dem Essen werde ich meist müde. Ein ewiger Kreislauf.
Viele hatten schon alles zusammengepackt und aufgeladen. Einige, so auch ich, machten das lieber erst nach dem Frühstück. Gestärkt klappt das irgendwie besser. So nach und nach hatte man sich dann von allen verabschiedet.
Nun wird es langsam Zeit, das auch ich mal aufsattle. War mal wieder außer dem Orgateam der Letzte. War aber gar nicht so schlecht, denn inzwischen regnete es wieder und ich konnte mein Moped unter dem Pavillon beladen und mich dort auch umziehen.

Endlich war auch ich soweit für die Abfahrt. Hatte ja keine Eile, denn auch auf dem Rückweg war eine Zwischenübernachtung eingeplant. Gleiche wie auf der Hinreise und deshalb nur ca. 130 km zu fahren. Verabschiedung vom Team und los geht’s. Laut Navi sollte ich um 14:30 Uhr am Ziel sein. Zu früh, denn Clemens würde erst um 16 Uhr von der Arbeit zurück sein. Also noch reichlich Zeit für ausgiebige Päuschen.

Na und die hatte ich dann auch, denn es kam alles anders als geplant.

…...................ff

Gruß Stefan
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Aynchel (24 Nov 2021 14:07)
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Re: Süplingen 2021, oder des Flachsers Reise mit Hindernissen

Beitrag von deFlachser »

So, weiter geht´s. Nachdem ich bemerkt habe das die Geschichte doch länger wird als ursprünglich angenommen, mach ich da mal mit Kapiteln weiter. Wächst sich es doch langsam von ner Kurzgeschichte zu einem Roman aus :wink: .

Kapitel 9

…............... Also verabschiedete auch ich mich noch von denen die noch dort waren und startete meine Rückreise. Kurzer Druck aufs Knöpfchen und schon nahm der Motor willig seine Arbeit auf, freu. Was sollte jetzt noch passieren, dachte ich.

Da es natürlich wieder regnete bzw. stark danach aussah, das es kein sonniger Tag werden würde, hatte ich mir auch gleich wieder die Regenklamotten übergestülpt.
Der Tank war voll und so hätte ich eigentlich ohne eine Tankstelle anfahren zu müssen mein Zwischenziel erreicht. Die Betonung liegt hier ganz klar auf „hätte“ und „eigentlich“.

Die Strecke war doch schön und kann natürlich auch nix für das schlechte Wetter und den Regen. Irgendwann so nach ca.90 km fuhr ich in einem, ich nenns mal landschaftlich schönes Tal, als ich plötzlich „Schüsse“ hörte. Zuerst dachte ich an eine Jagd. Hmm, siehst mal zu das du schnell hier wegkommst. Nicht das die dich für Wild halten und ich noch irgendwo nen Loch habe.

Wegkommen bedeutet Gas geben. Aber genau das ging halt nicht, dafür wurde die Schießerei mehr. Jetzt bemerkte ich, die“Schüsse“ kamen aus meinem Auspuff. Hmm, erst 90 km und schon auf Reserve? Kann nicht sein, aber trotzdem mal den Hahn umgelegt. Keine Veränderung. Die Möhre nimmt einfach kein Gas mehr an. Hatte dann eine Haltebucht entdeckt und die auch angesteuert. Erst mal tief Luft holen und hirnen. Was kann das denn nun schon wieder sein. Hatte ich denn nicht auf der Hinreise genug Probleme. Wie war das? Es kann gar nicht mehr schlimmer kommen? Weit gefehlt.

Ha, vielleicht erreiche ich ja noch jemanden aussem Forum, der vielleicht noch in der Nähe ist und vielleicht helfen könnte. Irgendwie zu viele vielleichts. Also Schmarnfon rausgekramt und was muss ich sehen? Richtig, kein Empfang Bild.
Das Navi zeigt mir die nächste Tanke in 9,3 km an. Eine HEM-Tankstelle in Elbingerode. Da muß ich irgendwie hinkommen. Schieben iss keine Option. Also Standgas hochgeleiert und los geht’s, ganz am rechten Fahrbahnrand. Hoffentlich müllert mich keiner um, denn wer rechnet schon damit, das einer mit einem ausgewachsenem Motorrad mit Mofatempo über die Landstraße zuckelt?

Nach einer gefühlten Ewigkeit war ich dann im Ort und auch an besagter Tankstelle. Was nun? Ich stand zwar erst mal unter dem Dach, allerdings ziemlich am Rand, um niemanden zu behindern. Nun kam der Regen natürlich quer, logisch.
Endlich anne Tanke....
Endlich anne Tanke....
Von hier ist der Regen besser zu sehen.....
Von hier ist der Regen besser zu sehen.....
Am besten erst mal in meiner Unterkunft anrufen, das es wohl etwas später werden könnte. Nicht das der Clemens sich Sorgen macht oder denkt, ich hätte es mir anders überlegt. Also wieder Handy ausgekramt und was muss ich feststellen? Richtig, Akku leer, ärgs Bild.

Der kluge DR-Treiber hat natürlich immer ein Ladegerät im Gepäck. Rein in die Tanke und mal freundlich angefragt, ob ich denn mal Strom zapfen dürfe, obwohl ich nen Verbrenner fahre. Ja geht, kein Problem. Handy mit Strom versorgt, mich mit Brötchen und Kaffee. Die Laune steigt wieder etwas :D .

Nach dem 2.ten Kaffee dann den Clemens informiert, anschließend meine Elke und danach wollte ich den ADAC anrufen. Wofür ist man schließlich Mitglied. Gesagt, getan, bei den ersten beiden bekam ich auch direkt Anschluss. Leider nicht so beim Pannendienst. „Leider sind unsere Mitarbeiter zur Zeit alle im Gespräch, bitte versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt, bla, bla, bla. Das ganze so ca. 5-6 Mal gemacht, ohne Erfolg. Alles nicht so schlimm, habe ja schließlich Urlaub und somit alle Zeit dieser Welt. An der Tanke isses bei dem Wettter auch so schön gemütlich. Ich merke, wie mein Puls wieder in die Höhe geht, obwohl ich mich gar nicht körperlich angestrengt habe, komisch.

Also wieder zuhause bei Elke angerufen, Plan B quasi. Du, ich erreiche den ADAC nicht. Leih Dir doch bitte einen Hänger (Kupplung haben wir am Wagen) und hol mich ab. Sind schlappe 350 km, also so in ca. 4 Std. mit Hänger zu schaffen. Elke: Ich bin noch nie mit Hänger gefahren und werde das nicht machen. Na gut, sehe ich ein. Hab ja noch nen Plan C, hä, hä. Ich rufe meinen Chef an, dann kannst Du einen Firmenbus nehmen, macht der bestimmt. Bist dann auch schneller hier, brauchst schließlich keine 80km/h einzuhalten. Ich höre dann nur so was ähnliches wie, ich glaub es hackt und probier´s weiter beim ADAC.

Na gut dachte ich mir, Befehl iss Befehl und jetzt bloß keinen Streit vom Zaun brechen. Die Lage ist gerade verzwickt genug. Fällt mir dabei gerade ein. Hab ich Euch eigentlich schon erzählt, das ich zuhause immer das letzte Wort habe? Das ist dann meist: Ja mein Schatz, mach ich sofort, ganz wie Du wünschst.

Nachdem sich also Plan B und C als unbrauchbar erwiesen hatte, arbeitete ich an Plan A weiter indem ich immer und immer wieder die Nummer des Pannendienstes wählte. Zum Glück gibt es die Wahlwiederholtaste.

Nach weiteren gefühlten 10-20 Versuchen kam ich dann endlich durch, mein Blutdruck sinkt wieder auf´s normale Niveau hat aber noch nix zu heißen.

…....................ff
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DROldie (25 Nov 2021 09:05)
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Re: Süplingen 2021, oder des Flachsers Reise mit Hindernissen

Beitrag von DROldie »

deFlachser hat geschrieben: 24 Nov 2021 19:22

Hab ich Euch eigentlich schon erzählt, das ich zuhause immer das letzte Wort habe? Das ist dann meist: Ja mein Schatz, mach ich sofort, ganz wie Du wünschst.

Kaum zu glauben! :mrgreen:
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Re: Süplingen 2021, oder des Flachsers Reise mit Hindernissen

Beitrag von deFlachser »

Kapitel 10

….........nachdem dann telefonisch mit dem ADAC so Sachen wie Mitgliedsnummer, Fahrzeug, Schuhgröße, Haarfarbe (welche Haare meint der?) etc. geklärt war, bekam ich die Info, das sich spätestens innerhalb der nächsten Stunde jemand bei mir melden würde. U.U. mit unterdrückter Nummer. Aber wie bereits erwähnt, ich hatte Zeit, da ja im Urlaub.

Wieder rein in die Tanke, Handy weiter geladen und noch nen Kaffee geschlürft. Nun wird es Zeit, das ich mir mal den Schlüssel für die Toilette geben lasse. Der viele Kaffee treibt doch schon ganz gehörig.

Geschäft gerade erledigt, als das Telefon „Stop draggin´ my Heart around“ (Tom Petty und Stevie Nicks, die schon länger Jungen werden es kennen) abspielte. Das ging ja fix und die Nummer war nicht unterdrückt. Gut so, werden wir später noch näher drauf eingehen.

Der Steffen, so hieß der sehr sympathische Pannenhelfer, hatte sich meine Probleme sowie Lösungsansätze angehört und dann entschieden das er mich und das Möp am besten auflädt, bevor wir dann beide noch länger und wohl auch erfolglos im Regen weiter schrauben. Kluge Entscheidung. Er wäre so in ca. ner dreiviertel Stunde da, da er erst noch einen aufladen, zum Hof bringen und wieder abladen müsse. Alles klar, so langsam wird’s.

Mein Gepäck hatte ich ja, nachdem alles geklärt war, bereits abgeladen. Da der Hinnerk so gar nix an Lösungsvorschlägen gebracht hatte und sich auch beim Schrauben nicht seine Flügel schmutzig machen wollte, hatte ich beschlossen ihn als Aufpasser beim Moped zu lassen. Er könne ja dann irgendwann mit dem Schandwagen mit zurück fahren. So hätte ich wenigstens meine Ruhe gehabt. Aber von wegen. Kaum hatte ich ihm meinen Entschluss mitgeteilt, ging die Kreischerei los, er will unbedingt mit mir mitfahren und ich solle ihn sofort losschrauben. Das war mal wieder echt peinlich, die Leute hatten sich schon alle nach uns umgedreht und ich musste mir anhören, das das ja Tierquälerei sei und sie mich anzeigen würden, wenn ich die Möwe nicht sofort vom Fender lassen würde. Zum Glück hatten die nicht gesehen, das ich ihn mit seinen Watscheln am Kotflügel verschraubt hatte :mrgreen: .

Also gut, das Mistvieh befreit und als keiner hingeguckt hat, schnell rein in den Tankrucksack und Reißer zugezogen. Jetzt kam das alles nur noch ganz gedämpft und niemand hatte es mitbekommen und auch nix mehr gehört. Hä, hä, gut so.

Kaum war die Diskussion beendet, kam auch schon der Steffen pünktlich ums Eck und wir haben die Maschine zusammen verladen. Festgezurrt hat er selbst, will nicht schuld sein wenn´s wegen ner verlorenen Ladung im Radio ne Warnmeldung gibt.

Mein ganzes Gepäck und Klamotten dann hinten in die Kabine, noch 5x nachgeschaut, das auch ja nix mehr rumliegt und los geht’s zum Hof. Der war übrigens in Wernigerode. Eigentlich muss ich Richung Süden, nun fahreen wir halt Richtung Norden :roll: .

Dort dann das Moped abgeladen
Nun steht sie da so rum ....
Nun steht sie da so rum ....
und mein ganzes Gelump umgeladen. In so nen Auhweh Ammoniak, oder wars ein Amarok? Egal, jetzt geht’s zum Taxistand am Bahnhof. Schließlich muss ich irgendwie zur Abholstation für den Leihwagen kommen. Leider ist nur noch so ne Karre in Bad Harzburg verfügbar. Völlig entgegen gesetzte Richtung von meinem Ziel und ein schönes Stück zu fahren.

Der Steffen hatte alles während der Fahrt schon organisiert, echt klasse. Hab das natürlich alles über die Freisprecheinrichtung mitbekommen. Nachdem der Gegenüber das Baujahr erfahren hatte, kamen dann solche Sachen wie, ist das ein wirtschaftlicher Totalschaden. Was soll das denn? Ganz einfach, wenn dem so wäre, würde man das Fahrzeug nur bis zur nächstgelegenen Werkstatt bringen, hallo. Wie will das denn überhaupt ein Pannenhelfer beurteilen? Ist der zufällig auch anerkannter KFZ-Gutachter? Denke wohl eher nicht. Spielt auch keine Rolle, die blöde Frage vom ADAC Sesselpups wurde mit einem klaren Nein beantwortet. Steffen meinte noch, das sei ja schon eine Rarität. Fährt übrigens selber Moped. Dann wollte der Vogel noch die Maße wissen, wegen der Spedition und dem Sammeltransport. Steht natürlich nicht in den Papieren.

Er müsse das aber trotzdem wissen. Also das ist eine 650er Enduro, also ein recht kleines Motorrad. Das reicht nicht, ich brauch unbedingt die Maße. Die stehen aber, Achtung Wiederholung, verflixt nochmal nicht in den Papieren. Der Steffen war mittlerweile auch etwas genervt und teilte Vollhorst mit, er würde das Motorrad später vermessen und die Maße durchgeben. Ach ja, bei der Werkstatt müsse die Anfahrt von einem 40zig-Tonner möglich sein. Ja, iss Industriegebiet, kein Thema. Aber ein 40zig-Tonner müsse anfahren können. Ja iss klar, wir haben es kapiert. Von mir aus kann der mit seinem LKW auch Donuts auf die Straße malen, vorausgesetzt er kriegt das hin. Also Platz genug, zum dritten Mal jetzt, ist dort. Endlich war dann auch das geklärt. Iss schon anstrengend so jemanden was zu vermitteln.
Das ist so ähnlich wie wenn man tot ist. Das ist für einen selbst gar nicht mal so schlimm. Man merkt es schließlich selbst nicht. Schlimm ist es nur für die anderen. Genauso verhält es sich, wenn man blöd iss. Das Telefonat war nur für uns beide schlimm. Aber auch das ging vorbei.

Wir kamen am Bahnhof an und es war sogar ein Taxi bereit, sehr gut. Also alles raus aus dem ADAC-Fahrzeug und rein ins Taxi. Los geht’s Richtung Autoverleih. Ich solle mich 10 Minuten vor Ankunft anrufen, dann käme jemand wegen dem Auto hin. Klar, keiner da, war ja auch Sonntag. Ich fragte den Taxifahrer, wie lange die Fahrt denn dauern würde. Ca. 25 Minuten, o.k.. Da ich ja ein echter Fuchs bin, hab ich natürlich gleich als wir los fuhren angerufen. Was soll ich sagen, geht doch mein Blutdruck direkt wieder in ungesunde Höhen.

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