Endurofahren, Sturztraining?

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CH-Patrick
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Endurofahren, Sturztraining?

#1 

Beitrag von CH-Patrick »

 Themenstarter

Liebe Leute
War vor zwei Wochen einen steilen Hügel langsam runtergefahren und auf dem letzten Meter war es dann halt schon ein bisschen arg senkrecht und ich habe mir dabei nicht viel gedacht. Das Vorderrad hatte dann keine Lust mehr zu drehen und mich hat es runtergeschmissen. Ich weiss, dass es als Fahrfehler gilt, ein Gastoss, etwas nach rechts verschoben oder eventuell mit einem anderen Motorrad es anders verlaufen wäre.
Obwohl ich Knie- und Ellbogenschoner, Brust und Rückenpanzer, Motorradhelm, Offroad-Handschuhe, Motorradstiefel getragen habe, hat es mir das Schlüsselbein gebrochen. Ich gehe in der Woche mehrmals ins Fitnesstraining, habe mit 184cm schlappe 78 kg, knappe 9% Fett und dadurch einen hohen Muskelanteil.

Was kann ich sonst noch für den Körper tun, dass bei so einem langsamen Sturz nicht mehr passiert?

Vielen lieben Dank für das Mitdenken und liebe Grüsse
Patrick
Geniesse meine 1987 DR 600 S zur Freude,
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TST
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Re: Endurofahren, Sturztraining?

#2 

Beitrag von TST »

Hi Patrick,

nicht vorne bremsen bis das Rad steht, immer hinten bremsen bis das Rad steht. :lol: Und das mußt Du über, üben, üben.

Viele Grüße und gute Besserung
Thomas
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CH-Patrick (16 Mai 2024 13:29)
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DR_Jörg
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Re: Endurofahren, Sturztraining?

#3 

Beitrag von DR_Jörg »

Ich lese da etwas von Kenzingen ?

Das Training ist doch sehr gut und ausgewogen. Berg auf und Abfahrten werden sehr gut durchgesprochen und bremsübungen super erklärt.

Üben und nochmal üben. Und die Erholung zwischendurch nicht vergesse.
Lässt die Kraft und Kondition nach geht auch die Konzentration flöten

Viel Freude beim üben

Grüße Jörg
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CH-Patrick (16 Mai 2024 13:29)
Ohne doofe Signatur ! :mrgreen:
Grüße Jörg

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kallegerd
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Re: Endurofahren, Sturztraining?

#4 

Beitrag von kallegerd »

Da machste einfach nichts. Ein Kollege wollte in Polen über einen Baumstamm fahren, blieb hängen, das Moped hat sich gedreht, aber sein Bein nicht.
Bänderabriss und Heimreise waren die Folge, trotz beinahe keiner Geschwindigkeit und Knieorthese.

Ich selbst bin vor ein paar Wochen abgeflogen und hatte eine Rippenprellung, da ich mich über die angezogenen Arme abgerollt habe und mir die auf die Brust geschlagen sind. Weiter ist nichts passiert.
Vor ein paar Jahren hatte ich einen anderen interessanten Abflug. Hatte einen Stein übersehen, bin nur mit dem Hinterrad drüber gefahren und saß gerade wie ein nasser Sack auf dem Moped. Das Heck hat es hochgerissen und ich bin mit ca. 60 km/h knapp an einem Holzstapel vorbei geflogen und in der Botanik eingeschlagen. Außer einem verstauchten Handgelenk war auch nichts los.

Was ich damit sagen will: Mal hat man Glück, mal hat man Pech...

Zu deiner Hangabfahrt. Wenn gar nichts mehr geht und bremsen hinten mit blockierendem Rad bei gleichzeitigem bremsen vorne nicht mehr reichen: Akzeptier es, lass rollen und lass das Moped einfach tanzen.
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CH-Patrick (16 Mai 2024 13:31)
KlaCha
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Re: Endurofahren, Sturztraining?

#5 

Beitrag von KlaCha »

Hallo,

ich kenne das Verlangen richtig zu fallen. Auch Heute noch bei MTB-Abfahrten.
Beim Motocross seinerzeit hatte ich das gleiche Problem. Trotz guter Fitness und etwas Talent hatte ich auch immer das Gefühl, ich müsste 'besser fallen'. Also Arme nicht austrecken, abrollen, richtig drehen etc....
Man sieht sich die Profis an wie die abfliegen und sieht wie die sich auf den Aufprall Sturz vorbereiten. Das ist für einen Anfänger utopisch! Die Profis haben es schmerzhaft erlernen müssen.

Ein guter Kumpel, Fussballspieler, hat mir dann erzählt Sie würden das fallen üben.
1. Um des Theater willens und 2. weil es Verletzungen vorbeugt.

Und so beschissen es sich anhört, übe es! :D Ich habe es auch gemacht! :D
Versuch ne Rolle vorwärts in der Wiese; quasi ein Purzelbaum und nach einer Zeit den Purzelbaum mit Anlauf. 1x über die linke Schulter 1x über die rechte Schulter. Notfalls ne Isomatte. Dann später mit voller Montur.
Schau diir Torhüter an. Die fallen immer und immer kontrolliert!
Mache geziehlte Gleichgewichtsübungen.
Versuche im Stand, in voller Montur, vom Motorrad zu springen.

Auch wenn es doof aussieht und es sich noch doofer anfühlt, es hilft und im Kopf bist du etwas mehr 'vorbereitet'!

Viel Spass und lass ein Video sehen :wink:
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CH-Patrick
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Re: Endurofahren, Sturztraining?

#6 

Beitrag von CH-Patrick »

 Themenstarter

Ein ganz liebes Dankeschön für die guten Wünsche und Ideen.

Das Training in Kenzingen ist einwandfrei und ich war schon oft dort, bin den Hügel bereits mehrmals problemlos runter gefahren und ich gehe auch wieder hin! Wie ihr gesagt habt: üben, üben und nochmals üben, dazwischen Pausen, gute Kondition und ich werde den Hinweis, das Fallen zu üben, vertiefen.
Habe ein Patenkind, der war Torhüter, kannte einen Skater, der hat mir das vom Fallen üben auch erzählt, weil er sonst immer die Handgelenke ruiniere.
Ich werde mich also mit meinen 54 Lenzen im Garten ab dem Juni auf dem Boden wälzen und zuerst mit dem Fahrrad beginnen :D ,das kommt mich günstiger.

Herzlich,
Patrick
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m.w.
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Re: Endurofahren, Sturztraining?

#7 

Beitrag von m.w. »

kleiner Tipp: bevor Du dich im Garten wälzt :
besorg Dir Literatur aus dem Judo oder auch taek-kwon-do Bereich..
da wird die richtige Haltung - bevor - man sich rollt beschrieben. Es heißt nicht umsonst "abrollen".
Wenn die Körperhaltung dabei nicht "rund" ist, hakt es, und dann bricht oder zerrt auch schon mal was.
nannte man früher "mentales Training", die Abläufe im Kopf Schritt für Schritt bewußt durchgehen und dann erst durch praktische Übung verinnerlichen.

grüße,
Marcus

Hilft erfahrungsgemäß nach 30 Jahren nicht mehr soo dolle, wenn man zum austesten einer 350er Gabel auf dem Feldweg brav ein Auto durchlassen will und dabei im feuchten Gras neben dem Weg die Vorderradbremse bei fast Stillstand zieht... :cry:
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CH-Patrick (17 Mai 2024 15:31)
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