DR-650 R Dakar (SP41) auf Weltreise

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Aynchel
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Re: DR-650 R Dakar (SP41) auf Weltreise

#16 

Beitrag von Aynchel »

wenn dieser kack WeDi aufgibt gibts im ZyKopf Kleinholz, ohne daß man da oben eine Ursache findet

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KTM baut seit neusten diesen WeDi anders herum ein
offenbar sind sie der Meinung, daß die Motoren in privater Schrauberhand schneller eingehen müssen :roll:
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DR500
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Re: DR-650 R Dakar (SP41) auf Weltreise

#17 

Beitrag von DR500 »

Echt jetzt? Von welchen Modellen ist denn die Rede?
Bei den 690er sieht das ja generell etwas anders aus…

BG
Henry
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Re: DR-650 R Dakar (SP41) auf Weltreise

#18 

Beitrag von Henry »

 Themenstarter

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Moin,
Ein kleines Update. Ich habe einen Motor auf Kleinanzeigen gekauft und den Zylinderkopf eingebaut. Bei Classic Cycles in Basel haben sie mir geholfen den Kolben zu beschichten, Zylinder zu hohnen, Ventile einzuschleifen und alles zu reinigen und abzudichten. Ölleitungen waren frei und auch Ölpumpe sah gut aus. Ich hab alles zusammengebaut und gestartet. Sie sprang sofort an und läuft besser als vorher. Ich bin sie vorsichtig 70km eingefahren. Hat großen Spaß gemacht. Dabei musste ich feststellen, dass die Dichtmasse am Kopf nicht gehalten hat und Öl auslief. Also nochmal Kopf runter und da sehe ich das eine Nocke wieder auf einem Kipphebel arbeitet. Nach 70km! Sonst aber keine weiteren Spuren.
Jetzt ist die Frage: Die Welle, die anfängt zu fressen hatte vorher ein leichtes Pitting. Daraufhin wurde die Wellle leicht angeschlichen (wirklich nur leicht). Kann das der Grund sein? Außerdem hab ich Fehler beim Einbau gemacht. Ich hab alles nur eingeölt, aber keine Montagepaste benutzt.
Der Kopf, den ich bekommen hab hatte leider auch schon leichte Spuren. Kann das schon reichen, dass die Welle unruhig lauft. Und denkt ihr man könnte mit solchen Spuren (im Kopf) noch eine Weltreise antreten? Das Problem ist leider das es einfach keine Köpfe mehr gibt, die keine Stellen haben.
Hat vielleicht jemand damit Erfahrungen wie anfällig die sind?
Wenn der Kopf zu retten ist, würde ich Nockenwelle machen lassen und neue Kipphebel kaufen.
Vielleicht kennt noch jemand die Probleme.
Und nochmal vielen dank für die bisherige Hilfe!!
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Ulf
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Re: DR-650 R Dakar (SP41) auf Weltreise

#19 

Beitrag von Ulf »

So sah es bei meiner SP42 aus, als das Röhrchen unter der kleinen Wanne im Zylinderkopf fehlte.
=Mangelschmierung.
Den Kopf konnte man damals retten durch Ausspindeln der 2 angegriffenen Lagersitze + einsetzen von
Kolbenschmidt Lagerschalen (NW VW Käfer).
Aufschweißen + Ausspindeln sollte noch besser gehen.
Zum Thema Mangelschmierung wurde zuvor bereits der Dichtring auf der KW genannt. Weiter ist da noch die
Öldüse zur Kolbenkühlung. Wird manchmal vergessen oder durch eine gelängte Steuerkette durchgefräst.
Ergebnis wie vor.
Das Fehlen der Montagepaste sehe ich nicht so tragisch, wenn vorher gut Öl drauf war.
Dann sind es nur wenige Umdrehungen, sprich Sekunden, bis die Pumpe alles versorgt.
Wenns so schlimm wäre, würde jeder längere Wheelie oder Hillclimb den Motor töten.
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Re: DR-650 R Dakar (SP41) auf Weltreise

#20 

Beitrag von franz muc »

Zum Thema Weltreise. Schlimm ist es, wenn das Motorrad ausrollt und nicht mehr fährt. Dann versucht man mit einem aktuellen weltweit verkauften Modell (BMW GS/KTM o. Ä.) in eine Hauptstadt zu kommen um sich Teile zu besorgen oder etwas reparieren zu lassen. Alternativ Teile schicken lassen aus Deutschland. Mit einer alten DR SP 41 fällt das weg. Die wurde nicht weltweit vertrieben. Teile kaum mehr zu kaufen, selbst da nicht, wo es sie einst zu kaufen gab.
Zudem Multifehler zu erwarten. Tank innen Rost, Vergaser halb verstopft und irgendwie eingestellt, Limakabel im Ölbad brüchig, Kabelbaum macht gelegentlich am Lenkkopflager Kurzschluss.
Was tauscht man nun? Lässt man sich eine Lima schicken, die "lt. Vorbesitzer" noch funktioniert hat? Wartet man 4 Wochen auf das Teil und dann läuft sie immer noch nicht richtig? Eine Lima vom "Fachmann" neu wickeln lassen?
Vergaser reinigen ohne Dichtungen und Oringe?

In fast jedem Land gibts nur eine zeitlich befristete Reisegenehmigung fürs Motorrad. Da wird dann auch die Zeit schonmal knapp.

Wenn schon DR, dann die aktuell noch in USA, Australien etc. erhältliche DR 650 SE. Aber nicht die SP 41.
DR 600 Dakar, nach 80 tkm verkauft
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deFlachser
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Re: DR-650 R Dakar (SP41) auf Weltreise

#21 

Beitrag von deFlachser »

Mein lieber Franz,

Du verstehst es wirklich den Leuten "Mut" zu machen :lol:. Wo warst Du denn schon überall, mit deiner SN 41, die 600er? Oder ist das alles schon so lange her, dass Du quasi mit nem Neufahrzeug unterwegs warst? :mrgreen:

Der Motor sollte natürlich mechanisch in Ordnung sein. Und für die Elektrik würde ich es so halten wie Dirk. Der macht zwar keine Weltreise, aber schrubbt schon gut Kilometer zu den Jahtestreffen. Liegt halt an seiner Navigationsschwäche.
Jedenfalls nimmt er immer Ersatz mit, man kann ja nie wissen. Geprüftes Zeugs natürlich, bestehend aus Lima, Zündgeberspule, Pickup und CDI. Da kann eigentlich nichts passieren, oder etwas doch? :shock:
Erfahrung verhält sich proportional zur Masse des zerstörten Materials :roll:

Treffen 2018 Geiselwind BAB3 Autohof Strohofer
Treffen 2019 Machern bei Leipzig
Treffen 2020 Pfalz, da waren wir in Urlaub, Ferienwohnung in Ostfriesland bei der Krimiautorin
Treffen 2021 Süplingen bei Magdeburg
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Treffen 2023 Bleiwäsche leider auch schon wieder vorbei.
Treffen 2024, auffem Truppenübungsplatz bei Forst, schön wars :D
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Re: DR-650 R Dakar (SP41) auf Weltreise

#22 

Beitrag von franz muc »

Die ganz grossen Reisen mit der DR sind in der Tat schon etwas länger her.
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Uyuni, Bolivien, Salar

In Peru, sagten Sie dieses Jahr an der Grenze zu mir, dass ich 1995 im Juni schonmal da gewesen wäre 😧.

Aktuell steht meine Husqvarna in Montevideo beim 30.000er KTM-Service
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Abra del Acay, Argentinien, 4.970 Meter.
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Re: DR-650 R Dakar (SP41) auf Weltreise

#23 

Beitrag von deFlachser »

franz muc hat geschrieben: 20 Mai 2026 17:44 In Peru, sagten Sie dieses Jahr an der Grenze zu mir, dass ich 1995 im Juni schonmal da gewesen wäre 😧.
Also neulich, vor 31 Jahren :lol:.
franz muc hat geschrieben: 20 Mai 2026 17:44 Aktuell steht meine Husqvarna in Montevideo beim 30.000er KTM-Service
Da haste ja schon gut Kilometer gemacht. Gute Reise, wünsche ich Dir :D.
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Re: DR-650 R Dakar (SP41) auf Weltreise

#24 

Beitrag von Stollenreiter »

Hallo Henry,
Schade das es mit dem Koof nicht geklappt hat.
Geht mir aber mit meiner 600 auch so.
Es gibt sogut wie keine guten Köpfe mehr.
Ich habe ja auch noch so einen Patient.
Aber mit größerer Beschädigung!
Ventile etc.sind noch relativ gut nach 32.000km.
Finanziell ist es halt so ne Sache wenn man sowas instandsetzen möchte.
Wenn man heutzutage noch einen Betrieb findet,dann kannst mit 250-350€ für die Instandsetzung der Nockenwellenlagergasse rechnen.
+geschliffene Nockenwelle 120€
+ Kipphebel 180€
+Kleinteile
Da dein Zylinderkopf schon von den Ventilen überholt wurde ,wäre das ein Posten weniger.
Aber zur undichten Zylinderkopf oder Haube....
Wo war es undicht?
Wenn es aus der Haube herausgedrückt hat,dann sind deine M6 Gewinde ausgenudelt.Viell.auch nicht alle aber da gehören dann timesert oder helcoil Gewindeeinsätze rein.
Und dann bitte mit einem Drehmomentschlüssel anziehen.
Fehlendes Röhrchen hat der Stefan geschrieben...Vielleicht hat er noch ein Bild wie der Zylinderkopf aussehen sollte :wink:
Bist Du nur 70km eingefahren,oder erst 70km.
Also ich hab das die ersten 1000km ruhig angehen lassen.Meist Landstraße.
Jetzt sind es 3000km und alles dicht.
Es ist schwer zu sagen ob das Material hält....ich hab ne 600 Dakar seit 2 Jahren und 7000 km gefahren.
Kupplung ,CDI u. große Wartung war fällig.
Aber jetzt kämpfe ich mit einem Kurzschluss der sich irgendwo versteckt.Die Vorbesitzer haben übelst in den Kabeln gewütet.
Ich für mein Teil würde lieber ne Vespa PX200 für eine Weltreise nehmen.Den Motor bekomme ich immer zum laufen und Teile gibts fast überall...
Aber im Gelände ist die Vespa jetzt nicht so Komfortabel wie deine DR :mrgreen:
Würde aber auch mal auf große Tour mit der DR600 gehen.
Ersatzteile dann schön Zuhause in Kisten zum Versand vorbereiten.... :roll:
Gruß
Tom
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Re: DR-650 R Dakar (SP41) auf Weltreise

#25 

Beitrag von DR500 »

franz muc hat geschrieben: 20 Mai 2026 16:39 Wenn schon DR, dann die aktuell noch in USA, Australien etc. erhältliche DR 650 SE. Aber nicht die SP 41.
Ich bin da ganz bei dir.
DRs sind Butter- und Brot Fahrzeuge, und genau wurden sie in den letzten 40 Jahren in 9 von 10 Fällen auch behandelt. Gepaart mit eher mäßiger Qualität.
Bevor ich ans Andre Ende der Welt fahre, würde ich definitiv einmal alles durchchecken/erneuern. Alles andere wäre mir zu riskant…
Aber schön mal wieder was von dir zu lesen 🍻
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