Zylinderkopfdichtung für Dummis

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der_rote_kurt
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Zylinderkopfdichtung für Dummis

#1 

Beitrag von der_rote_kurt »

 Themenstarter

Moin moin!

So, nachdem gestern meine DR nach einer abgebrochenen Schraube am Motor wieder aufm Damm ist, fing gestern beim herumfahren die Zylinderkopfdichtung wie Sau an zu ölen.

War grade mal draußen und hab ein Foto geschossen:

Bild

Der Vorbesitzer hatte wohl mal die Nockenwelle und Kipphebel getauscht.
Abgedichtet ist das ganze mit einer blauen Dichtmasse....
Sieht man aber nur auf der rechten Zylinderkopfseite:

Bild

Wahrscheinlich ist das genau die, die überhaupt nicht hält....

Nun meine Frage: Kann mir irgendwer genau beschreiben wie ich diese Dichtmasse erneuern muss?
Welche Dichtmasse soll ich nehmen? Die Rote von Lou...?
Muss der Tank komplett ab? Wie stelle ich den Motor auf den OT?
Muss wirklich der komplette Zylinderkopf ab?

Ihr merkt schon, Fragen über Fragen von einem relativen Neuling...
Wenn es geht, bitte möglichst detaiiert beschreiben, ich denke es werden noch mehrere Leute in meine Situation kommen, für die dieser Artikel dann sicher hilfreich wäre!
Habe bisher nur an einer alten Schwalbe rumgebastelt ;-)
Da war das irgendwie einfacher....

Schöne Grüße!

Jan
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Gast

#2 

Beitrag von Gast »

grüsse! haste mal in der suche was gefunden? gabs schon öfters!

du kaufst Dirko HT rot !

dann bauste sitzbank, tank ab. am limadeckel ist dann sone 17er schraube von oben. die machste auf! damit siehste dann, wenn du reinschaust, wann sie auf ot steht!
nun die kopfschrauben alle lösen, alte dichtmasse komplett entfernen und dann neue auftragen und zusammensetzen und wieder anschrauben.

am besten du kaufst dir das reperaturhandbuch! da ist das alles genaustens beschrieben! ist echt zu empfehlen!!!

viel erfolg!
der_rote_kurt
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#3 

Beitrag von der_rote_kurt »

 Themenstarter

Moin!

Nee du, habe wirklich nichts gefunden...

Ich hab das Buch da, finde es aber nicht wirklich aufschlussreich.
Mehr als anhaltspunkte liefert mir das zumindest nicht....
Bin gerade quasi in der Garage...

Habe festgestellt, dass die Schraube direkt neben der Zündkerze auch extrem verölt ist! Lösungsvorschläge?

Tank kommt jetzt runter, vorher wird das Benzin abgelassen ;-)
Habe natürlich gestern die Karre nichtsahnend bis obenhin vollgetankt.

Was haltet ihr von elastosil e43?
Wurde in dem 600er Forum mal was drüber geschrieben....

Muss ich beim Lösen der Schrauben noch etwas anderes als die Reihenfolge beachten? Kann irgendwas schiefgehen?


MfG
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pramus
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#4 

Beitrag von pramus »

Hi Kurt,
- eigentlich brauchst den Tank nicht entleeren. Der Unterdruck-Benzinhan sollte wohl dicht sein; darfst halt nicht auf "pri" stellen :twisted:.

- den OT- stellst ein, indem Du den Motor durchdrehst bis im Schauloch die T-Markierung zu sehen ist. Guckst Du -> da sind Bilder und Beiträge dazu im Forum.

- Zur Dichtmasse: Nimm das Dirko HT und gut ist es. Das blaue ist wohl das Hylomar -> schmeiss es weit weg 8)

- alles Andere wurde schon geschrieben.

Bleibt mir nur zu wünschen übrig: Gut schraub! Einmal ist immer das erste Mal :wink: und Deine Dicke wird's überleben, denn viel kann man dabei wirklich nicht falsch machen.

- ach noch eins, unter die fetten Zylinderzugschrauben gehören neue Kupferdichtungen (zumindest an der SE)

Gruß, Pramus
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#5 

Beitrag von Husaberg »

Also so wie ich das seh ist es blos die Ventilhaubendichtung die undicht ist!
Da brauchst ja kein Todpunkt einstellen!
Einfach den Deckel runterschrauben,Dichtflächen reinigen,mit Dichtmittel einschmieren dann wieder zusammenbauen!
Tank bauste ab dann tust dir leichter!

Gruß Husaberg!
Endurofahrer essen keinen Honig!
Sie kauen Bienen!

http://husaberg.ag.vu/
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#6 

Beitrag von Röm »

Husaberg hat geschrieben:[...] blos die Ventilhaubendichtung [...]
das is die Hauptschwachstelle bei allen größeren Einzylindern. Gott, was hab ich da bei der alten XL dran ngekämpft, da biste mit der DR noch gut bedient.

So wie das aussieht wurde zur Abdichtung Holymar blau genommen. Das hält an der Zyl-Haube oder Deckel von zwölf bis Mittag. Wenn dann die Hälften noch nicht ganz plan aufliegen oder ein Gewinde durch ist geht gar nix mehr.
So wie oben geschrieben ist da DIRKO HT rot zu nehmen. Manchmal werden auch andere exotische Sachen angepriesen, die noch besser sein sollen.
Das Demontieren und Montieren der Zyl-Haube sollte auch für den Laien kein großes Thema sein, es sei denn er ist Stahlbauschlosser und hat zu Haus nur ne Halbzollknarre, Hammer, Flex und im Kaffee nen Schuss MariaChron.

Gruß, Röm
..ich bin dieses Jahr aus Zeitgründen kaum zum Autofahren gekommen
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Ulf
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#7 

Beitrag von Ulf »

@Husaberg,

natürlich auf Arbeits OT drehen, dann ist die Kipphebelei in der Haube spannungsfrei!
Sonst ziehst du mit den Schrauben gegen die Kraft der Ventilfedern.
(Der Pramus weiß schon was er schreibt :wink: )


@ Kurt,

Schraube neben der Zündkerze: Falls die tatsächlich nicht von aussen angesifft ist,
sondern selber sabbert. Dann rausnehmen und die Kupferscheibe tauschen oder weichglühen.
Anschliessend wieder mit Drehmo nach Handbuch einsetzen.
Der Kopfdichtung passiert dabei nix.
Gruß Ulf, wieder Ritter Wendehals von Zehnprozent
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Irgendwas geht immer 8)
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#8 

Beitrag von der_rote_kurt »

 Themenstarter

So, kleiner Nachtrag....

Ich habe gestern den Ventildeckel abgenommen und neu
abgedichtet...
Rockt bisher alles...
Einziges Problem war, dass mein Benzinhahn anscheinend
nicht auf Unterdruck funktioniert, und als ich den Schlauch
vom
Vergaser abgezogen habe ungefährt 1 Liter Benzin in die
Garage geschossen sind....
Mist...
Aber sonst läufts...
Habe allerdings das Gefühl, dass auch die neue Dichtung
an der gleichen Stelle (vorne links) leicht schwitzt...
Also wahrscheinlich werde ich das ganze bald mal wiederholen....

Hat wer ne Idee was mit meinem benzinhahn lossein könnte?

Grüße,

Jan
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pramus
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#9 

Beitrag von pramus »

der_rote_kurt hat geschrieben:So, kleiner Nachtrag....

....
Einziges Problem war, dass mein Benzinhahn anscheinend nicht auf Unterdruck funktioniert, und als ich den Schlauch vom Vergaser abgezogen habe ungefährt 1 Liter Benzin in die Garage geschossen sind....
Mist...

Hat wer ne Idee was mit meinem benzinhahn lossein könnte?
Ok, den Kurt zieh ich zurück u. sag jetzt hallo Jan.

Mein Punkte-Kto hinsichtlich "Maleuse-wegen-Schrauberei-nach-Pramus-Tip" wurde mal wieder größer. :lol: :lol: Ich glaube ich führe ....

Spass beiseite, ich vermute daß der Benzinhahn undicht ist :roll:

Ach Ne, jetzt mal im Ernst (Selbstgespräch und auf den moralischen hoffend: Pramus A.S reiß dich zusammen) : Da wird etwas Dreck drin sein oder die Membran innen ist nicht mehr dicht. Den Bezinhahn kann man schon zerlegen und konkret nachschauen. Aber in diesem Fall sollte der Tank wirklich leer sein, sonst .... aber das weisst Du ja schon.

Was die (neue?) Kupferdichtung unter der Schraube betrifft: Hast Du da einen Drehmomentschlüssel benutzt, oder ging das Pi x Daumen ??

Gruß, Pramus
hcw
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#10 

Beitrag von hcw »

pramus hat geschrieben:Drehmomentschlüssel
hehe - der pramus mal wieder.... Drehmomentschlüssel.... hehe....


:lol:


Besten Gruß
Christian
... gone fishing ...
Martl
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#11 

Beitrag von Martl »

Ohne für Unruhe sorgen zu wollen, aber siehe Bild.

Bild

Bin ja mal gespannt...
"Es gibt scho gnuag di ma soang wos i tua soi, da datst ma du groat obgehn"
It's not the fall that kills, it's the sudden stop at the end

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#12 

Beitrag von kermit »

Hi Martl,
find nicht, dass das nach nem Riss aussieht. Bei mir ist da auch so ne Gussstelle bzw. -naht.
Bin jetzt auch mal gespannt.
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#13 

Beitrag von der_rote_kurt »

 Themenstarter

So Jungs und Mädels....

Hatte gestern einene Unfall....
Mit nem FAHRRAD! ;-)
Also erstmal kein Mopped mehr fahren...

Das mit dem Riss sieht nur so aus, dachte zwar im ersten Moment auch dran,
sifft aber definitiv nicht da raus...
An der Kuperscheibe unter der Schraube neben der ZK war ich noch nicht dran, kann man die gefahrenlos ausdrehen?
Oder wieder auf OT stellen?

Bis auf dieses eine kleine Leck in der neuen Dichtung der Ventilhaube (ich verstehe nicht wie das entstanden sein kann) siehts echt gut aus...

Was mir aber aufgefallen ist, ist das der Vorbesitzer wohl generell ohne Drehmomentschlüssel gearbeitet hat und zwei schrauben durchgedreht sind...

Bibts ne Gewindebuchse die man dort einschrauben kann und dann quasi eine etwas dünnere Schraube nehmen kann?
Schönen Sonntag....

MfG

Jan
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#14 

Beitrag von Hacky »

Da kannst das Gewinde etwas größer schneiden und eine Heli-Coil-Reparaturhülse reinsetzen, dann passen die ori-schrauben wieder :wink:
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CBR 900RR Bj. 95 37000, Rennsemmel

Erst anhalten, dann absteigen. Reihenfolge beachten!
Gast

#15 

Beitrag von Gast »

ich seh schon.... ich werd mir für mein Gartenhüttchen, was ich zur bastelbude umfunktioniert hab auch mal nen drehmomentschlüssel besorgen müssen :roll:

was für einen brauch ich denn für die suzi so und wo gibts die gut und günstig?


PS: gefühl ist alles :P
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