schwimmerkammerventil wechseln

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martin58
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schwimmerkammerventil wechseln

Beitrag von martin58 » 07 Nov 2018 09:38

die überschrift sagt es schon: ich will das (sündhaft teure) schwimmerkammerventil wechseln, weil der vergaser immer sifft.

wie bekomme ich denn zerstörungsfrei die achse des schwimmers raus? das ding ist irgendwie saufest in seiner halterung. ich möchte den bruch des schmalen stegs vermeiden.

hiha
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Re: schwimmerkammerventil wechseln

Beitrag von hiha » 07 Nov 2018 13:22

Da tust Du gut daran, die Dinger brechen recht häufig ab, und dann wirds aufwändig.
Eine der beiden Seiten der Achse hat eine Rändelung, mit der sie fest im Aluminiumarm sitzt, ich weiß grad bloß nicht mehr welche. Diesen Arm musst Du beim Rausklopfen der Achse unterlegen. Ich hab ein wirklich winziges Hämmerchen (glaub 20g) und einen passenden Durchschlag. Ein Hiwi zum Halten schadet auch nicht.
Übrigens ist häufig nicht das Ventil an sich defekt/undicht, sondern der O-Ring des Messing-Aussenteils des Ventiles mürbe.
Viel Erfolg,
Hans

franz muc
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Re: schwimmerkammerventil wechseln

Beitrag von franz muc » 07 Nov 2018 13:33

Das Schwimmernadelventil meiner
ersten DR 600 war erst bei rd 60tkm
defekt. Erkennbar am deutlich
eingeschliffenen Kreis auf dem
Kegel des Ventils.
DR 600 S,EZ 1990

martin58
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Re: schwimmerkammerventil wechseln

Beitrag von martin58 » 07 Nov 2018 13:33

danke für die antworten. ich war mittlerweile schneller und habe den arm schon abgebrochen :cry:
ich hatte mir extra eine haltevorrichtung gebaut aber das teil war monsterstramm drin und eh ich mich's versah, war der arm ab. nun bin ich in meinem gram am tüfteln, wie ich den wieder fest bekomme. grundsätzlich wäre mit uhmacherpräzisionswerkzeugen eine schiene des armes durchaus machbar. .....
ich ärger mich masslos ..
ich hatte noch überlegt, statt der reparaturorgie gleich einen neuen flachinger vom hessler zu nehmen. aber nu isses halt so ..

franz muc
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Re: schwimmerkammerventil wechseln

Beitrag von franz muc » 07 Nov 2018 15:40

Oh je. Die DR 600 wurde meist
mit dem „guten“ Flachschiebervergaser,
oben eckig, ausgeliefert. Wenn der nun
kaputt ist wäre es blöd.
Sollte der Vergaser oben rund sein, ist
es ein Membranevergaser, dann wäre es
nicht ganz so schade um den.
DR 600 S,EZ 1990

martin58
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Re: schwimmerkammerventil wechseln

Beitrag von martin58 » 07 Nov 2018 16:17

auf diesem bild ist er noch ganz ...

ich mache mich mal schlau bzgl. reparaturmöglichkeiten. kaltmetall könnte eine lösung sein. ich werde berichten ..
Dateianhänge
IMG_9131.JPG

franz muc
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Re: schwimmerkammerventil wechseln

Beitrag von franz muc » 07 Nov 2018 18:30

Das ist der gute Flachschiebervergaser.
Vielleicht kann man das ja mit benzinfestem
Metallkleber wieder in Ordnung bringen.
DR 600 S,EZ 1990

hiha
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Re: schwimmerkammerventil wechseln

Beitrag von hiha » 08 Nov 2018 06:53

Kacke, aber jetzt weißt Du ja, wie es NICHT geht :-)
Ich hab schon mehrere kleberfrei gerichtet, geht also, ist aber aufwändig. Mit M2er Schrauben schräg der Länge nach, oder seitlich was draufschrauben, oder den ganzen Arm komplett neu machen und anschrauben. ich würd ihn Dir schon richten, bin aber mit Projekten aller Art massivst überlastet. Uhrmacherwerkzeug brauchts übrigens nicht, eine mikro-Handbohrmschine (vulgo Dremel oder Proxxon) 1,6er Bohrer und M2 Gewindebohrer, bisserl Alublech, alles mit Augenmaß und freiHand, reicht aus.
Ich hab auch schon einen gebrochenen Arm mit 0,5mm VA-Draht (Sicherungsdraht aus Luft-und Rennsport) zusammen"genäht". Da muss man nur ein paar Löchlein bohren, und den Draht so kunstreich durchziehen, dass er alles zusammenspannt. Das war eigentlich die einfachste und beste Lösung, obwohl (oder weil?) es eine Rennstrecken-Notreparatur war :-)

Kleben: UHU Plus Endfest300 ist nicht langfristig benzinfest. "J.B.weld" angeblich schon. Manche Leut sagen, Stabilit Express ebenfalls, aber den hab ich als Bub schon nicht so gern mögen, nachdem ein damit gekitteter Motorträger im Modellflieger mal im Flug nachgegeben hat, und der Motor allein weitergeflogen ist... :roll: Hab ihn deshalb nie im Benzin probiert.

Gruß
Hans

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Re: schwimmerkammerventil wechseln

Beitrag von martin58 » 08 Nov 2018 07:25

vielen dank für deine reparaturtips, hans!

dremel habe ich, der rest wird besorgt. ich will mich nicht damit abfinden, trotz besseren wissens einen flachschiebervergaser in die ewigen jagdgründe geschickt zu haben.
nach dem gestrigen missgeschick habe ich schon mal eine alublechverstärkung gedengelt. das blech ist sehr dünn und weich, man bekommt es annähernd formschlüssig um den arm rum. die idee mit dem annähen mit draht hatte ich auch schon.

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Re: schwimmerkammerventil wechseln

Beitrag von martin58 » 08 Nov 2018 13:38

dank hans bin ich mit meinem reparaturversuch ganz zufrueden. jetzt muss die praxis zeigen, was es taugt.
mit weichem, dünnen alublech habe ich eine prothese gedengelt, die unten mit einer m2 schraube am vergasergehäuse verschraubt ist und oben am abgebrochenen stück mit einem draht fixiert ist. die prothese ist von der länge her so bemessen, dass sie sich am boden der schwimmerkammer abstützt.
IMG_9133.JPG
IMG_9134.JPG

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Re: schwimmerkammerventil wechseln

Beitrag von DROldie » 08 Nov 2018 14:23

Ich drück Dir die Daumen das es hält Martin!!!

hiha hat geschrieben:
08 Nov 2018 06:53
Manche Leut sagen, Stabilit Express ebenfalls, aber den hab ich als Bub schon nicht so gern mögen, nachdem ein damit gekitteter Motorträger im Modellflieger mal im Flug nachgegeben hat, und der Motor allein weitergeflogen ist... :roll:

Gruß
Hans
Nee oder???!!! :lol:
Sorry aber das stell ich mir gerade vor wie DAS auschaut :mrgreen: auch nicht ganz ungefährlich.... :roll:
So ein Erlebnis hatte ich mal mit nem ferngesteuertem Speedboot.... war auch doof. Au heutiger Sicht ne geile Lachnummer :lol: :lol:

Gruß Peter

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Re: schwimmerkammerventil wechseln

Beitrag von martin58 » 08 Nov 2018 16:05

danke fürs daumendrücken!
der vergaser ist nun wieder an ort und stelle und zumindest im stand hält er dicht und auch beim ersten motorlauf war noch alles tacko. die praxis wirds weisen, ob s funzt.
beim nächsten vergaser werde ich wohl einfach das angebot von stefan hessler annehmen und die revision machen lassen.

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Re: schwimmerkammerventil wechseln

Beitrag von uli64 » 08 Nov 2018 19:56

Servus! :D

...ich stand vor einiger Zeit vor dem selben Problem, nur hab' ich halt vorher bei Topham angefragt, wie man die Achse rausbekommt... :wink:

Stephen schrieb mir dazu:
"die Schwimmerachse ist auf der „Kopfseite“ etwas dicker damit sie nicht rausfällt – wenn Sie mit einem Seitenschneider unter den Kopf greifen springt die Achse raus, ansonsten ganz ganz vorsichtig von der Gegenseite austreiben, aber dabei den Lagerbock auf der Kopfseite der Achse gegenlagern !"

Ich meine auch irgendwo mal gelesen zu haben, dass Topham solche Sachen repariert! Ich täte da mal nachfragen... :wink:

Gruß, Uli :mrgreen:
Mein Lieblingsspruch: ..."wenn man mal anfängt"... :roll:
siehe hierzu:viewtopic.php?t=11448
und der, immer noch:...darf man auch mit Wurstfingern einem Vegetarier die Hand reichen?
Ex- Mopeds:
Suzuki X 1, `80-`82 http://archive.classic-motorbikes.net/i ... y/9747.jpg
Yamaha RD 250, `82-`85 http://classic-motorbikes.net/wp-conten ... /13081.jpg
(von ´86 bis ´98 mopedlos, Familie gegründet, Haus gebaut, 2 Kinder :wink: )
seit´98: DR 650 Dakar, SP 41 B :mrgreen:

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Re: schwimmerkammerventil wechseln

Beitrag von DROldie » 08 Nov 2018 20:39

Hallo Martin,
Ulli hat ja den Tip gegeben.... Guck mal http://mikuni-topham.de/DEUTSCHSITE/Ser ... etzen.html

Gruß Peter

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Re: schwimmerkammerventil wechseln

Beitrag von franz muc » 09 Nov 2018 07:40

Preislich wird sich das dann
eher bei einen Maybach-Vergaser
von 1936 rentieren, als bei einem
100-EUR DR Vergaser, nehme ich an.

Was kostet es so?
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