Vergaser-Kits (Dynojet/HRT etc.) für Weltreise-DR650? Erfahrungen zu Höhe, Reichweite & Verschleiß

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mudmud.gion
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Vergaser-Kits (Dynojet/HRT etc.) für Weltreise-DR650? Erfahrungen zu Höhe, Reichweite & Verschleiß

#1 

Beitrag von mudmud.gion »

 Themenstarter

Hallo zusammen,

ich bräuchte mal praktische Erfahrungswerte zum Thema Vergaser-Tuning (Umbedüsung des originalen BST40) auf echten Langstrecken- und Weltreisen.

Kurz zum Hintergrund: Ich bin mit meiner 2001er DR650 letztes Jahr auf Achse von der Schweiz nach Kirgisistan gefahren. Das Motorrad ist ein absoluter Traktor, ich liebe es. In den kommenden Monaten geht die Reise weiter von Kirgisistan quer durch China hinunter nach Laos / Südostasien. Was danach kommt, ist komplett offen, aber die DR soll mein langfristiger weltweiter Reisebegleiter bleiben. Zuverlässigkeit und Reichweite stehen für mich an erster Stelle, aber etwas mehr Durchzug und spontaneres Ansprechverhalten im Gelände wären definitiv sehr willkommen :)

Ich schaue mir gerade verschiedene Optionen an und habe insbesondere das Dynojet-Kit mit dem HRT-Update im Blick. Grundsätzlich stellen sich mir bei solchen Kits für diesen Einsatzzweck aber ein paar Fragen:
  • Serienauspuff: Aus Transport- und Budgetgründen kann ich aktuell keinen Zubehörtopf nach Zentralasien mitnehmen. Krümmer und der schwere originale Endtopf bleiben also vorerst drauf. Bringt ein Kit mit geöffneter Airbox an einer DR mit komplettem Serienauspuff überhaupt spürbaren Nutzen, oder schnürt der Staudruck die Leistungsgewinne ab und erzeugt am Ende nur unnötige Hitze? Und etwas weit hergeholt: Glaubt ihr, man findet unterwegs in Asien brauchbare Alternativen? Vielleicht der bekannte GSX-R-Endtopf-Umbau? Ich nehme an, die liegen eher irgendwo rum als DR-spezifische Töpfe.
  • Einbauzeitpunkt & Transit: Der China-Transit wird zu 99% aus Asphalt-Kilometern auf moderaten Hochebenen bestehen (kein Tibet, also keine Extremhöhen). Wie stark schlägt der Mehrverbrauch bei gleichmäßigem Reisetempo (ca. 90–100 km/h) bei einem umbedüsten BST40 tatsächlich durch? Wäre es schlauer, den Vergaser für diese China-Etappe noch original zu lassen (um Sprit zu sparen) und erst in Südostasien Hand anzulegen?
  • Höhenverträglichkeit: In Südostasien ist die Höhe kein Thema, aber perspektivisch stehen nächstes Jahr und darüber hinaus sicher wieder echte Pässe an (Nord-Pakistan oder die Anden, wer weiß). Wenn die Airbox einmal offen ist und eine schlankere Tuning-Nadel arbeitet: Wie gravierend ist das Überfetten in der Höhe wirklich? Lässt sich das unterwegs noch praxistauglich über die Leerlaufgemischschraube und das Umhängen des Nadelclips beherrschen, oder laufen die Kits in dünner Luft im Vergleich zum Serienzustand einfach viel zu fett?
  • Verschleiß des Düsenstocks (Emulsionsrohr): Man hört oft, dass härtere Zubehörnadeln den originalen Messing-Düsenstock nach 15.000–25.000 km ausschlagen. Lässt sich das unterwegs fix beheben? Deckt sich das mit eurer Langzeiterfahrung auf großen Reisen?
Fazit: Würdet ihr euch für ein Weltreise-Setup mit Serienauspuff überhaupt die Mühe mit einem Jet-Kit machen, lieber bei der simplen Variante bleiben (originale Nadel mit 0,5-mm-Unterlegscheibe geshimmt + Schnorchel gezogen), oder den Vergaser einfach komplett unberührt lassen?

Ich freue mich über jeden Gedanken und Erfahrungswert! :)
franz muc
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Re: Vergaser-Kits (Dynojet/HRT etc.) für Weltreise-DR650? Erfahrungen zu Höhe, Reichweite & Verschleiß

#2 

Beitrag von franz muc »

Ich würde es so lassen, wie es ist. Es bleibt ein 45 PS Motorrad. Etwas mehr Leistung bringt jetzt auf Weltreise nicht so viel. Meine Meinung.

Und für die Höhe umdüsen bedeutet, dass der Motor kaputt geht, wenn man versehentlich "runter" fährt ohne das ganze wieder fetter zu bedüsen. Die Verbrennung wird zu mager und damit zu heiss. Kolbenfresser.

Ich war mit der DR 600 in Ecuador auf 5.600 Metern mit einem unberührten Vergaser. Geht mit Deiner also auch. Höchstgeschwindigkeit 90 kmh auf 3.800 Metern Höhe. Das muss dann reichen.

Mit der Husqvarna mit 75 PS Einspritzung geht auf 4.500 Metern auf Schotter im ersten Gang auch nicht mehr soooooo viel.

Viel Spass weiterhin beim Weltreisen
DR 600 Dakar, nach 80 tkm verkauft
DR 650 SP 44 nach 10 tkm verkauft
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Husqvarna 701 LR bisher 30 tkm gefahren
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Aynchel
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Re: Vergaser-Kits (Dynojet/HRT etc.) für Weltreise-DR650? Erfahrungen zu Höhe, Reichweite & Verschleiß

#3 

Beitrag von Aynchel »

die wenigsten Einspritzer haben eine Breitbandsonde und ein Kennfeld, daß für solche extremen Höhen ausgelegt ist

ich würde den Gaser auch so lassen wie er ist und lediglich eine lange CO Schraube einbauen
dann kann man den Gaser für das untere Drehzahldrittel leichter anpassen
für das mittlere Drehzahldrittel häng halt den Clip der Nadel um
die Hauptdüse zu ändern macht erst im oberen Drehzahldrittel Sinn und den Bereich braucht es auf Fernreise eh so gut wie garnicht

https://hessler-motorsport.de/shop/co-s ... ufgemisch/
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DR500
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Re: Vergaser-Kits (Dynojet/HRT etc.) für Weltreise-DR650? Erfahrungen zu Höhe, Reichweite & Verschleiß

#4 

Beitrag von DR500 »

Aynchel hat geschrieben: 04 Sep 2026 09:39 die wenigsten Einspritzer haben eine Breitbandsonde und ein Kennfeld, daß für solche extremen Höhen ausgelegt ist
Die Einspritzung berechnet anhand von Temperatur und Druck die Dichte. Dafür braucht es keine Kennfelder sondern nur ein paar Formeln.
Dass weiter oben Leistung flöten geht liegt weniger am mangelnden Kennfeld als viel mehr am mangelnden Sauerstoff.
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