SP46B,70.000km runter,neuer Motor,Motor überholen oder KTM?

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El Ron
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SP46B,70.000km runter,neuer Motor,Motor überholen oder KTM?

#1 

Beitrag von El Ron »

 Themenstarter

Hallo zusammen,

ich stehe vor einer Entscheidung und will Eure Meinung hören:

Meine Suzuki, die für's Reisen umgebaut ist, hat gute 70.000km abgerissen und hat mich dabei nie im Stich gelassen. Gut, der 2. Gang springt mittlerweile unter Vollast raus, aber das darf er auch der Kilometerzahl. Für 2010 plane ich eine 3-monatige Reise mit Motorrad. Da muss deas Motorrad natürlich halten, das geht mit dem Motor nicht mehr.

Bedeutet: ich habe 3 Möglichkeiten:

1. Motor überholen:
Vorteil: Motorrad ist bereits fürs Reisen modifiziert, ich muss "nur" Motor überholen, Lager wechseln, Eletrik checken usw.
Nachteil: Zeitaufwand kaum abschätzbar, ebenso die Kosten. Hält der Motor wirklich? Welche Firma macht sowas bezahlbar? ABP sprach von ca. € 2000.- Kosten nur für Motor!

2. Motor gebraucht kaufen:
Vorteil: Motor kommt komplett, quasi reinbauen und glücklich sein
Nachteil: wie ist der Zustand des Motors? Hat der dann wirklich nur wenige Kilometer? Motor mus beim TÜV auch noch eingetragen werden. Und das andere Mo muss besorgt werden.

3. KTM 690(R) kaufen:
Vorteil: top Technik, im Gelände kein Rumgeeiere wie mit der weichen Suzuki, top Basis für Reiseenduro, nach soviel Jahren 44PS hab ich nichts dagegen, wenn ein paar Kohlen nachgelegt werden.
Nachteil: astronomischer Preis, Mo mus fürs Reisen noch umgebaut werden (Gepäck, Tank, Unterfahrschutz, Ersatzteile etc.)


Einsatz des Motorrades: im Alltag und mindestens ein mal im Jahr wird damit ausgiebig gereist.

So, fallen Euch noch Argumente Pro/Kontra ein? Gibt es einen Anbieter, dem man den Motor senden kann und der überholt den so, das der wieer 70.000km hält? Und das mit Garantie und bezahlbar?

Bin auf Eure Meinung gespannt!

el ron
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jo
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Re: SP46B,70.000km runter,neuer Motor,Motor überholen oder K

#2 

Beitrag von jo »

El Ron hat geschrieben:
1. Motor überholen:
Vorteil: Motorrad ist bereits fürs Reisen modifiziert, ich muss "nur" Motor überholen, Lager wechseln, Eletrik checken usw.
Nachteil: Zeitaufwand kaum abschätzbar, ebenso die Kosten. Hält der Motor wirklich? Welche Firma macht sowas bezahlbar? ABP sprach von ca. € 2000.- Kosten nur für Motor!

2. Motor gebraucht kaufen:
Vorteil: Motor kommt komplett, quasi reinbauen und glücklich sein
Nachteil: wie ist der Zustand des Motors? Hat der dann wirklich nur wenige Kilometer? Motor mus beim TÜV auch noch eingetragen werden. Und das andere Mo muss besorgt werden.

3. KTM 690(R) kaufen:
Vorteil: top Technik, im Gelände kein Rumgeeiere wie mit der weichen Suzuki, top Basis für Reiseenduro, nach soviel Jahren 44PS hab ich nichts dagegen, wenn ein paar Kohlen nachgelegt werden.
Nachteil: astronomischer Preis, Mo mus fürs Reisen noch umgebaut werden (Gepäck, Tank, Unterfahrschutz, Ersatzteile etc.)



el ron

Hallo,
und willkommen on Board!

zu1) Motor aufmachen und nur wirklich notwendige Überholungen durchführen. Wenn das Moped kein Öl verbraucht, Laufbahn und Kolben gut aussehen, nix machen. Ventiltrieb prüfen, evtl mal Sitze neu fräsen lassen und neue Vent-Schaft-Dichtungen. (ca.150 Euro). Ok 2. Gang reparieren. Glaube allerdings nicht, dass man da auf 2000 Euro kommt.

Empfehlen kann ich: http://www.goelz-hp.de

zu2) wenn ich wirklich einen zuverlässigen Motor brauche, dann würde ich auch einen gebrauchten Motor aufmachen und mal alles kontrollieren. Deshalb ist wohl 1 die bessere Version.

zu3) so ne Frage im Dr-Forum! :-) Meine persönliche Meinung: Die 690 ist bestimmt ein interessantes Motorrad. Allerdings denke ich, dass die DR in Zuverlässigkeit und Reisetauglichkeit der Kati überlegen ist. Außerdem bekommt man wohl die simple Technik der DR in jeder Busch-Werkstatt wieder zum laufen.

Gruß Jo
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Ulf
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#3 

Beitrag von Ulf »

Moin,

ich tendiere persönlich zum Selberschrauben. Ein Motorrevision würde ich demnach selber machen.
2000 € sind mir zu teuer, selbst wenns der Selbstkostenpreis vom Anbieter
sein sollte.
Im vorliegenden Fall würde ich zerlegen, bewerten und abhängig vom Zustand austauschen.
Jedoch alle Lager, Dichtungen, Dichtringe neu!
Falls jemand die benötigten Getriebeteile hat, anschauen! Nicht auf irgendwelche
verschwommenen Ibäh-Fotos bieten.

Die orange Lösung hat natürlich auch Charme, eine neue XT660 halte ich aber für ebenso diskutabel.

Für mich selber habe ich eine andere Lösung gewählt, eine SE mit geringer Laufleistung.
Garantie hat die keine, aber da sie nachweisbare 11tkm auf der Uhr hat, wird die sicher weitere 70tkm schaffen.
Das kostet nicht mehr als oben erwähnte Motorrevision und du hast zusätzlich einen guten Ersatzteilpool.
Gruß Ulf, wieder Ritter Wendehals von Zehnprozent
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El Ron
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#4 

Beitrag von El Ron »

 Themenstarter

Hallo Jo, hallo Ulf,

danke für Eure Antworten. Ja, den Motor kann ich auch selber auseinandernehmen und zusammensetzen, das ist kein Problem. Allein fehlt mir die Zeit.

Ulf, wo bekomme ich denn Motorersatzteile her? Und wo kann ich den Motor vermessen lassen? Ich denke, das das Getriebe viele Ersatzteile benötigt, ausgiebiges Warmfahren ist nicht meine Stärke..

Ich spreche mal Deinen Vorschlag an, Jo, nd halte Euch auf dem laufenden.

Besten Dank für die Tipps!

El Ron
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#5 

Beitrag von hcw »

Ich persönlich werde meinen alten Big Motor, wo sich das Getriebe von verabschiedet hat - vermutlich mit Hilfe vom Hessler aufbereiten. Wenn der nich weiter weiß - dann weiß ichs auch nich... ;)


Besten Gruß
Christian
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LukasM
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#6 

Beitrag von LukasM »

Ich bin ein großer KTM Fan, vor allem vom neuen 690er Motor. Werde mir wahrscheinlich auch die Adventure Version kaufen wenn sie endlich herauskommt. Allerdings würde ich die 690E (R) nicht für eine 3 monatige Reise empfehlen.

-Die Einspritzung ist noch nicht ausgereift, es gibt zahlreiche Bikes die lange beim Händler herumstehen weil sogar die oft nicht weiter wissen. Und vergiss mal ganz schnell in einem 3. Welt Land einen Mechaniker mit den passenden Messgeräten zu finden. Hier könnte man eventuell überlegen auf den Keihin Vergaser der 690 Rally umzubauen. Wie wir im direkten Vergleich herausgefunden haben verbaucht dieser sogar eher weniger Benzin als meine DR, vor allem bei höheren Geschwindigkeiten.
-Auf so einer langen Reise wirst du auch als Minimalist einiges an Gepäck mitnehmen. Da würde ich einem Heckrahmen aus Stahl viel eher vertrauen als der Rahmen/Tank Kombination aus Plastik.
-Reichweite: Bis Aqualine endlich ihren Fronttank herausbringt (frühestens März) bist du mit 12 Litern äußert bescheiden dran.


Aus diesem Grund würde ich dir empfehlen bei der DR zu bleiben. Da du selber nicht die Zeit hast, am besten den Motor zu einem Spezialisten schicken dem du vertrauen kannst. Dann je nach Verschleiß bzw Geldbeutel:

-Kopf überholen lassen
-Leichterer Schmiedekolben und neue Ringe, Zylinder sollte dank Nikasil-beschichtung ok sein
-Schaltgabel und verschlissene Zahnräder tauschen
-Komplett mit neuen Lagern und Dichtungen aufbauen

Je nachdem was dein Mechaniker für einen Stundensatz hat sollte das um die €1000 machbar sein.

Gruß,
Lukas
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#7 

Beitrag von Ulf »

Hi,

Vermessung macht z.B. der von Jo genannte.
Standardlager von SKF, INA, FAG und wie sie allen heißen, gibts im I-net und
bei Maschinenhändlern.Wellendichtinge auch.
Kann sein, dass es mittlerweile eine Lagertabelle für die 46er Modelle gibt.
Sonst selber messen und auf den o.g. Herstellerseiten umschlüsseln (z.B. INA).
Neue spezifische Motorenteile sind fast nur bei Suzukihändlern zu beziehen.
Gute gebrauchte Teile kann man jedoch übers I-Net finden, google mal nach Endurobunker.
Ausserdem gibts in Ibäh auch Teilehändler deren "Geschäft" man besuchen kann,
wo man sich die Sachen zunächst persönlich anschaut und erst dann ggfs. kauft.

Man sollte natürlich den Aufwand des Beschaffens und Schraubens nicht vernachlässigen...
Gruß Ulf, wieder Ritter Wendehals von Zehnprozent
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#8 

Beitrag von LukasM »

Ulf hat geschrieben:Standardlager von SKF, INA, FAG und wie sie allen heißen, gibts im I-net und bei Maschinenhändlern.Wellendichtinge auch.
Kann sein, dass es mittlerweile eine Lagertabelle für die 46er Modelle gibt.
Sonst selber messen und auf den o.g. Herstellerseiten umschlüsseln (z.B. INA).
Guter Tip mit den Lagern, da kann man sich im Gegensatz zu Suzuki schon mal einiges an Geld sparen.

Ich habe sollte noch irgendwo eine Liste mit den Lagern der Sp46 haben. Bei Bedarf kann ich die mal raussuchen und dann posten.
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#9 

Beitrag von Gast »

Gelöscht auf Userwunsch: Dennis (14.07.2009 22:24)
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#10 

Beitrag von jo »

Dodo hat geschrieben:...., weiß nicht, warum die Schaftdichtungen vom Jo so teuer waren (evtl. Ori-Suzi!?).

....

meinte inkl. Ventilsitze neu fräsen

Gruß Jo
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#11 

Beitrag von El Ron »

 Themenstarter

Hallo die Herren,

ja vielen dank für die kompetenten Antworten. Kompetent, freundlich und sauschnell, eine Wohltat hier!
Nun, ich kann natürlich nicht abschätzen, ob die KTM hält, bei der Suzuki weiss ich das aber. Das ist das stärkste Argument. Zudem hat die bereits Platz für Gepäck und Sprit.

Ja, los gehts mit der Motorrevision! Lukas, die €1000 klingen sehr gut, da wäre noch ein bisserl Spielerei wie Flachschieber, Sporttopf usw. drin!

Ich bin auch brennend an der Liste interessiert, die Du erwähnt hast, kannst Du die posten? So kann ich im Vorfeld schon ein paar Teile besorgen.

Und wenn der Motor schon mal offen ist, wird natürlich der Kopf überholt und alles getauscht, ist ja klar.

S, ich gehe jetzt zu einem Freund, der 2010 mitkommt und noch ein Mopped braucht, Ihr dürft raten, was ich empfehle...

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#12 

Beitrag von Börns »

Wo gehts n eigentlich hin?
El Ron
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#13 

Beitrag von El Ron »

 Themenstarter

Hallo Björns,

das ist noch nicht beschlossen. Es gibt 3 Möglichkeiten:

1. 2010 bis Südafrika zur Fussball WM. Unterwegs immer mit den Eingeborenen Fussball gucken. Nun, geschätzt mindestens 18000km in 3 Monaten und so viele Grenzübertritte ist fast nicht machbar

2. Westafrika: algerische Sahara, Mali, Togo, Benin, Elfenbeinküste, Senegal, Mauretanien, Marokko. Gleiches Programm wie bei 1 aber weniger Stress. Algerien und Saharadurchquerung ist fraglich.

3. Ostroute: Osteuropa, Rußland, Sibrien, Mongolei, China (evtl. Tibet, Nepal)Kirgisien, Tadschikistan, Usbekistan, Kazachstan, (Iran), Türkei und zurück. Reizvoll hierbei: es kommt einer mit, der in Kirgisien gebohren ist und fast 30 Jahre nicht mehr dort war.

Mal gucken, wo es dann endgültig hingeht, mich interessieren alle Gegenden. Dafür brauch ich natürlich ein funktionierendes Motorrad.

Du schreibst in Deiner Signatur, das Du die DR mit der Zündbox der Transalp betreibst, und das funktioniert?

El Ron
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#14 

Beitrag von Gast »

Gelöscht auf Userwunsch: Dennis (14.07.2009 22:24)
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#15 

Beitrag von MadMaxOne »

Ich lehn mich jetzt mal ganz weit aus dem Fenster und behaupte, daß es beim Motor nicht bleiben wird.

Bei 70tkm darfst du dann schon auch mal ans Fahrwerk denken.
Wenn dir da bis jetzt immer gereicht hat, ist alles ok. Aber ich hab jetzt diesbezüglich nix bei dir gelesen.
Tauscht du da regelmäßig die Federelemente, oder ist's immer noch das erste?

Grundsätzlich stimme ich meinen Vorrednern schon auch zu, aber bei der Laufleistung solltest du auch mal nen Gedanken an den Rest der DR verschwenden, nicht nur Motor und Getriebe.

Von der 690er würd ich aber grundsätzlich abraten. Besonders bei schlechtem Sprit wird die mit der Einspritzung wahrscheinlich probleme geben. Ich persönlich würd gerade bei größeren Reisen nur auf Vergaser setzen. Den kannst du im Notfall überall auf der Welt auch wieder Instandsetzen.
Bei ner Einspritzung bis du immer auf Gedeih und Verderb der Elektnik ausgeliefert.
Daher, wenn schon eine anderes Bike, nimm ne alte 640er LC4.
Meine alte Vergaserseite findet ihr bei den Anleitungen (Danke @Azra3l!)
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