Ich bin seit 7 Jahren schon stolzer Besitzer einer DR650 SE SP 46B, und konnte sie nun bereits ca. 30T km genießen(hat jetzt ca. 80T runter). Klasse Maschine und (bisher) relativ einfach zu reparieren. Die gute Dora ist BJ 96 und auch seitdem in Familienbesitz (hab sie meinem Cousin abgeluchst)^^
Dieses Forum konnte mir in den letzten Jahren schon viele Male helfen, doch erst jetzt sehe ich die absolute Notwendigkeit einer offiziellen Anmeldung
Für die Vollprofis ist unten eine Kurzfassung^^
Es dreht sich um Folgendes:
Ich habe Im letzten Frühjahr die Maschine aus dem Winterschlaf geholt und mit einem Öl(+Filter)-Wechsel gestartet, Luftfilter gereinigt und neu geölt, Zündkerzen ausnahmsweise erneuert und die Gute komplett geputzt.
.... Dabei kam mir die wahrlich brillante Idee, mir zum ersten Mal den Vergaser (der bis dato problemlos seinen Dienst tat) "warten" zu wollen. Daher Vergaser ausgebaut, gesäubert und dann komplett zerlegt und weiter gesäubert. Dabei kam ans Licht, dass darin alles ziemlich fertig aussah und ich habe mir kurzerhand ein ServiceKit(Dichtungen/Ventile) besorgt. Also kurzerhand alles an Dichtungen und Ventilen ausgetauscht, Vergaser dazwischen peinlichst genau versucht zu reinigen, und das Ganze wieder eingebaut. So weit so gut, es waren keine Teile übrig und der Schieber wirkte leichtgängig
Nun fängt die Geschichte leider erst richtig an, bzw. die Maschine ging (natürlich...) nicht mehr an...
Nach langem hin und her Probieren und Wälzen von Beiträgen hier im Forum war ich nun letzte Woche (Ja, Zeitsprung. Wir haben letztes Jahr Nachwuchs bekommen und das Projekt war erst einmal auf Eis gelegt...) an folgendem Stand:
Der Motor springt problemlos an. (yippie)
Im Leerlauf läuft die Maschine stabil und braucht auch nur die ersten 2-3 Minuten Choke (ohne zusätzliches Gasgeben) ... alles ganz normal wieder.
ABER: Sobald ich auch nur ~leicht über 5 % Gas gebe fällt die Drehzahl ab, der Auspuff klingt als ob er hustet (wie nennt man das im Schachwaggon?) und wenn ich dann nicht sofort wieder Gas wegnehme geht der Motor aus. Unter diesen Umständen ist leider nicht daran zu denken, zu einer Werkstatt zu "fahren". Also baute ich den Vergaser aus und brachte ihn zur Werkstatt meines Vertrauens. Diese schmunzelten etwas, aber empfahlen mir (nach Sichtung der ausgetauschten Ventile etc.) ein Ultraschallbad zu machen und den Vergaser auf "Basiseinstellungen" zu setzen. Dies ist nun geschehen und der Vergaser sitzt wieder in der Maschine. Geändert hat sich (fast) nichts. Lediglich minimal mehr Gas (~10%) kann ich geben, bevor mir die Maschine ausgeht.
Ich habe (auch bereits vorher) immer das Kerzenbild geprüft und da war nichts feucht o.Ä..
Nach einem Ausgehen springt die Maschine auch tadellos an.
Hier mal eine Kurzfassung:
-Maschine lief(!) einwandfrei
-Vergaser (Mikuni BST 40) wurde ausgebaut, gereinigt und per Kit "gewartet"
-Maschine läuft nun nur(!) im Stand (aber dafür stabil)
-Maschine stirbt fast sofort bei leichtestem Gasgeben (~5-10%) Drehzahl fällt ab + Auspuff "Hustet" kurz
-Maschine springt problemlos immer wieder an, keine Veränderung des Problems ob warm oder kalt
-Vergaser wurde durch Werkstatt professionell gereinigt und auf Basiseinstellungen gesetzt
-Keine Veränderung....
Ich wäre unendlich dankbar, wenn mir hier jemand erklären könnte, was am sinnvollsten zu tun wäre, bzw welches Ventil man wie einstellen sollte. Der Ausbau des Vergasers und Einstellen der Ventile in der Schwimmerkammer ist, wie Ihr alle wisst, ja schon umständlich und vor allem zeitaufwändig wenn man das nur auf Try'n'Error-Basis macht. Daher habe ich nun erst einmal aufgegeben und hoffe auf Eure Hilfe
Vielen Dank im Voraus!
PS: Ja, ich habe mir die Vergaser-Anleitung angesehen... mehrfach... finde allerdings auch keine bessere.




